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Jorge Lorenzo schnappte sich auch auf dem Sachenring die Pole-Position © xpb.cc

In einem dramatischen Qualifying sichert sich Jorge Lorenzo trotz eines Motorschadens die Pole-Position für den Großen Preis von Deutschland

Jorge Lorenzo scheint derzeit weder von seinem frisch zurückgekehrten Teamkollegen Valentino Rossi noch von einem Motorschaden zu bremsen zu sein. Der Mallorquiner sicherte sich in einem hart umkämpften Qualifying am Sachsenring die Pole-Position für den Großen Preis von Deutschland (1:21,817 Minuten). Casey Stoner (1:21,841) und Dani Pedrosa (1:21,948) mussten sich ganz knapp geschlagen geben und komplettieren die erste Startreihe.

Die einstündige Qualifikationssitzung wurde von einem schlimmen Unfall überschattet, der nach 34 Minuten zur Unterbrechung der Zeitenjagd führte. Doch der Reihe nach: Lorenzo erlitt auf der Zielgeraden einen Motorschaden, Flammen und Öl schossen aus der Yamaha M1 empor. Lorenzo versuchte zwar, seine Maschine möglichst schnell von der Ideallinie weg und an den Streckenrand zu bewegen, doch bevor ihm das gelang, verteilte er noch reichlich Öl auf der Strecke - mitten in die Anbremszone auf die erste Kurve.

So kam es, dass Ben Spies und Randy de Puniet kurz darauf auf der Ölspur ausrutschten und ins Kiesbett stürzten. Unglücklicherweise traf de Puniet bei seinem Sturz Spies' im Kies liegende Rennmaschine und verletzte sich am Knöchel. Die Rennleitung unterbrach das Training sofort, de Puniet begab sich ins Streckenhospital. Dort wurden zumindest keine Knochenbrüche festgestellt, der LCR-Pilot kann demnach im Rennen am Sonntag starten.

De Puniet wird den Grand Prix allerdings aus der dritten Startreihe in Angriff nehmen müssen, da er nach seinem Sturz nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte und im zweiten Teil der Qualifikation auf Platz sieben durchgereicht wurde (1:22,610). Valentino Rossi konnte am Samstagnachmittag zwar mit dem Spitzentrio nicht ganz mithalten, qualifizierte sich aber als Fünfter immerhin für die zweite Startreihe (1:22,395).

Eine Position hinter dem Weltmeister platzierte sich der überraschend starke Héctor Barberá (1:22,454). Der Aspar-Pilot war damit im Qualifying der zweitschnellste Ducati-Pilot. Interwetten-Ersatzmann Alex de Angelis kam dagegen nach einem Sturz in der Schlussphase des Trainings nicht über den 17. Startplatz hinaus (1:23,515).

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