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Casey Stoner kam mit den neuen Zusatzflügeln prima zurecht © Ducati

Ducati probierte am Samstag neue Zusatzflügel an der Verkleidung der GP10 aus - Casey Stoner auf Startplatz zwei, Nicky Hayden nur 15.

Am Freitag lagen Casey Stoner und Nicky Hayden noch ganz eng beieinander. Doch während Stoner seine zweite Position vom ersten Freien Training auch in der Qualifikation am Samstagnachmittag bestätigen konnte, rutschte Hayden um zwölf Positionen nach hinten. Dabei verfehlte der US-Amerikaner sogar seine persönliche Bestzeit vom Vortag.

"Gestern haben wir gut angefangen und ich fuhr eine 1:22,9, die heute für den neunten Startplatz gereicht hätte", so Hayden. "Aber wir sind etwas vom Weg abgekommen und beim Setup vielleicht in die falsche Richtung gegangen. Ich will keine Ausreden suchen, aber ich bin heute bei ein paar guten Runden in Verkehr geraten. Mit meiner Idealzeit wäre Zehnter geworden. Aber unterm Strich war ich heute so oder so nicht schnell genug."

Hayden übt sich in Selbstkritik. "Gestern war alles so positiv und das Gefühl mit dem Motorrad war gut, wir waren nah an der Spitze. Aber heute Nachmittag war es keine gute Session und ich weiß, dass ich besser abschneiden muss. Ich entschuldige mich beim Team, denn das verdient mehr als Platz 15. Wir werden zusehen, dass morgen wieder geradezubiegen."

Die kleinen Zusatzflügel, mit denen Ducati am Samstag ausrückte, ließ Hayden übrigens nicht als Ausrede gelten. Diese technische Neuerung an der Verkleidung der GP10 war eingeführt worden, um das unberechenbare Verhalten an der Front der Ducati in den Griff zu bekommen. So soll die Nase der Desmosedici mittels der Flügel tiefer gehalten werden.

Ducati möchte diese Konfiguration auch im Rennen einsetzen. Allerdings gibt Stoner zu, dass sich der Unterschied zur herkömmlichen Variante in Grenzen halte. "Um ehrlich zu sein: Das hier ist eine der langsameren Strecken, was bedeutet, dass man den Unterschied hier nicht so sehr spürt wie es vielleicht auf einem anderen Kurs der Fall gewesen wäre."

Laut Stoner braucht es zudem noch mehr Zeit, um die neue Verkleidung mit den Flügeln ausgiebig zu testen. "Wir brauchen noch etwas Zeit, um zu verstehen, wie das System funktioniert. Dazu müssen wir Back-to-back-Tests durchführen", so der Australier. In den schnelleren Kurven scheint es sich allerdings positiv auf das Fahrverhalten auszuwirken, während er in den langsameren Ecken keine Unterschiede habe feststellen können.

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