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Randy de Puniet ist der große Pechvogel des Sachsenring-Wochenendes © Bridgestone

Randy de Puniet muss mit Beinbruch pausieren, für ihn soll in Laguna Seca Roger Lee Hayden auf der LCR-Honda sitzen

Randy de Puniet wird nach seinem schweren Crash gestern beim Grand Prix von Deutschland in Laguna Seca nicht an den Start gehen können. Sein LCR-Team hat auf die Diagnose (Schien- und Wadenbeinbruch) aber schnell reagiert und bereits einen Ersatzmann nominiert: Roger Lee Hayden, den jüngeren Bruder von Ex-Weltmeister Nicky Hayden.

Hayden fuhr bereits 2007 mit einer Wildcard in Laguna Seca, wurde damals auf einer Kawasaki Zehnter. Eigentlich hätte er erst in Indianapolis auf einer Moto2-Moriwaki in den WM-Zirkus zurückkehren sollen, doch de Puniets Unfall eröffnet ihm nun eine unerwartete Chance in der Königsklasse. Der Deal ist noch nicht offiziell, aber angeblich nur noch Formsache. Als Fahrerberater würde ihm Kevin Schwantz zur Seite stehen.

Bei LCR würde Hayden auch mit Renningenieur Christophe Bourguignon zusammenarbeiten, der sich früher bei Suzuki um Schwantz' Gabeleinstellungen gekümmert hat. Hayden wäre damit neben seinem Bruder (Ducati), Ben Spies und Colin Edwards (beide Tech-3-Yamaha) der vierte Amerikaner im Starterfeld für Laguna Seca. Wann de Puniet wieder in den MotoGP-Sattel zurückkehren kann, ist nach dessen Pech am Sachsenring noch unklar.

"Schlechter hätte es nicht laufen können", seufzt der Franzose. "Ich hatte aus der dritten Reihe einen schlechten Start, war aber schon wieder Neunter und gut im Rennen. Ich kämpfte um Platz sechs, trotz der Schulterschmerzen nach dem Sturz im Qualifying. Dann stürzte ich ausgangs Kurve vier und ein anderes Motorrad fuhr mir über das linke Bein. Mir war sofort klar, dass das etwas Ernsthaftes ist, und das hat sich beim Röntgen leider auch bestätigt."

De Puniet war bereits am Samstag im Qualifying auf Öl von Jorge Lorenzo ausgerutscht. Trotz seiner Schulterbeschwerden ging er unter Schmerzmitteln stehend auch am Sonntag an den Start, doch in der zehnten Runde löste er mit seinem Sturz eine Kettenreaktion aus, die zu einem Abbruch des Rennens führte. Pramac-Pilot Mika Kallio fuhr ihm im Zuge des spektakulären Crashs über das linke Bein und verursachte damit die Verletzungen.

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