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Volksfest: Die MotoGP sorgt jährlich für volles Haus am Sachsenring © Honda

Die MotoGP bringt jährlich bis zu 30 Millionen Euro in die Region um den Sachsenring - Der ADAC Sachsen hofft auf langfristige Verträge mit der Dorna

Wenn die MotoGP-Szene am Sachsenring gastiert, dann herrscht rund um den Ankerberg Ausnahmezustand und Volksfeststimmung. Am vergangenen Wochenende kamen wieder insgesamt fast 225.000 Zuschauer, um das Comeback von Valentino Rossi zu bewundern und die deutschen Zweiradhelden anzufeuern. Eines ist klar: Vom Motorrad-Grand-Prix profitiert die gesamte Region.

"In der Wirtschaftsregion Zwickau/Chemnitz erwirtschaftet der Grand Prix etwa 25 bis 30 Millionen Euro", berichtet Lutz Oeser, der Eventmanager des ADAC Sachsen, im Magazin 'Sponsors'. "Wichtig ist aber nicht nur was monetär hängen bleibt, sondern natürlich auch die Präsenz in den Medien. Diese Werbung kann der Bürgermeister gar nicht bezahlen."

Doch auch für den Sachsenring selbst ist der Motorrad-Grand-Prix die wichtigste Veranstaltung, was die Umsatzzahlen angeht. "Wir erwirtschaften hier am Sachsenring zusammen mit dem Verkehrssicherheitszentrum etwa zehn Millionen Euro pro Jahr. Allein auf den Grand Prix entfallen etwa sechs Millionen Euro", rechnet Oeser vor. Fast die Hälfte der Zuschauer kommt aus Sachsen, der Großteil von ihnen aus der näheren Umgebung des Rings. In den vergangenen Jahren kommen laut Oeser aber auch immer mehr Grand-Prix-Besucher aus Bayern und Baden-Württemberg. Und: "Rund fünf Prozent reisen aus dem Ausland an."

Der ADAC Sachsen hofft, dass die MotoGP noch lange am Sachsenring fährt. Der Vertrag mit MotoGP-Veranstalter Dorna läuft Ende 2011 aus. Die Signale für eine Verlängerung sind laut Oeser "auf Grün gestellt", konkret verhandelt die Dorna aber mit dem ADAC in München. Oeser weiß, dass auch andere deutsche Rennstrecken die MotoGP gern bei sich hatten, ist sich aber sicher: "Für den ADAC und die Dorna ist der Sachsenring die erste Wahl. Aber natürlich ist es immer eine Frage, was es kostet." So muss der ADAC unter anderem jährlich eine siebenstellige Summe Lizenzgebühren für die Austragung des Grand Prix an die Dorna bezahlen.

Oeser hofft jedenfalls, dass die Vertragsverlängerung noch in diesem Jahr unter Dach und Fach gebracht wird: "Auch vor dem Hintergrund, dass wir langfristig planen müssen, gerade auch im Hinblick auf Umbaumaßnahmen. Wenn wir beispielsweise die Parkplätze modernisieren wollen und auf Fördergelder angewiesen sind, dann kann man nicht sagen 'Wir haben den Grand Prix ja noch ein Jahr'." Um wie viele Jahre verlängert wird, ist noch unklar. Bisher liefen die Verträge jeweils über fünf Jahre, denkbar wären aber auch eine Verlängerung bis 2020 oder gar 2030.

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