vergrößernverkleinern
Roger Lee Hayden (Nr. 95) startete bereits 2007 beim MotoGP-Lauf in Laguna Seca © Honda

Roger Lee Hayden hat seinen Platz bei LCR-Honda offenbar auch den Vermittlungsgeschick seines Bruders Nicky zu verdanken

Nach Randy de Puniets Beinbruch beim Großen Preis von Deutschland musste LCR-Teamchef Lucio Cecchinello möglichst schnell einen Ersatzmann auftreiben, der die Honda RC212V des Privatteams beim kommenden Rennen in Laguna Seca steuern kann. Zwischen dem Rennen auf dem Sachsenring und dem ersten Freien Training in Kalifornien liegen bloß vier Tage, die Zeit drängte also.

Cecchinello erkundigte sich deshalb noch am Sachsenring bei Ducati-Pilot Nicky Hayden, ob dessen Bruder Roger Lee zu einem Einsatz am kommenden Wochenende bereit sei. "Ich war praktisch sofort einverstanden", so Roger Lee Hayden gegenüber 'motogp.com'. "Das einzige Problem war, dass ich das Moto2-Rennen in Indianapolis für Honda Amerika fahren werde und da musste ich irgendwie ihr Einverständnis bekommen. Ich war ihnen bereits bestätigt und ich wollte nicht, dass sie denken, dass ich jede Möglichkeit ergreife, die sich auftut."

Doch Honda Amerika war mit dem Deal ebenfalls einverstanden. Auch bei der schnellen Übereinkunft hat Bruder Nicky mitgemischt. "Er hat mich sehr unterstützt und hat mir geholfen, die Dinge schnell abzuwickeln und die Informationen von mir zum Team und zurück zu bekommen. Er spielte da eine große Rolle", so Roger Lee.

Wie beim Moto2-Einsatz in Indianapolis soll Roger Lee auch in Laguna Seca der 500er-Weltmeister von 1993, Kevin Schwantz, beratend zur Seite stehen. "Ich bin einfach glücklich, dass ich diese Möglichkeiten bekomme, in welcher Reihenfolge auch immer sie hereinflattern", so der jüngere der beiden Hayden-Brüder. "Vielleicht wird es für mich besser, das MotoGP-Motorrad in Laguna zu fahren, denn ich kenne die Strecke. In Indy bin ich noch nie ein Rennen gefahren."

Seine Saison auf Kawasaki in der Superbike-Weltmeisterschaft läuft alles andere erfolgreich. Trotzdem hat Roger Lee Hayden jetzt plötzlich die Gelegenheit, gegen seinen Bruder in der "Königsklasse" anzutreten. Kann er den Weltmeister von 2006 vielleicht sogar herausfordern? "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber das würde mir gefallen, denn das würde bedeuten, dass ich einen ziemlich guten Job machen würde."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel