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Aleix Espargaró schätzt die Zweikämpfe im breiten Mittelfeld der MotoGP 2010 © Suzuki

Pramac-Fahrer Aleix Espargaró über das Fahren in der MotoGP, seine Ziele für die Saison 2010 und die familieninterne Hilfestellung durch und für Bruder Pol

Aleix Espargaró ist zufrieden. Der spanische Rennfahrer hat es geschafft, eines der begehrten MotoGP-Bikes zu ergattern und bestreitet die aktuelle Rennsaison an der Seite von Mika Kallio für das Pramac-Team. Obwohl er in den bisherigen Rennen lediglich 28 WM-Punkte einfahren konnte, zieht der 20-Jährige ein positives Zwischenfazit - und freut sich speziell an seinem Platz in der MotoGP.

Letzterer sei allerdings keine Selbstverständlichkeit, wie Espargaró gegenüber 'GPweek' betont: "Ich war raus aus der MotoGP, nachdem mein Team für 2009 kein Geld zusammen bekam. Wenn du aber die Chance bekommst, wieder hier vorstellig zu werden, dann willst du so schnell wie möglich sein. Du denkst über nichts anderes nach, als Gas zu geben und noch mehr Gas zu geben", so der Spanier.

"Die MotoGP war schon immer ein Traum von mir. Ich dachte überhaupt nicht an Schwierigkeiten oder an das Setup. Ich wollte einfach nur meinen Spaß haben und meine Chance nutzen", erklärt der Ducati-Fahrer und fügt hinzu: "Zu Jahresbeginn hätte ich gesagt, dass ich in die Top 10 oder Top 12 fahren möchte. Nun haben sich die Erwartungen allerdings etwas verändert", gesteht Espargaró.

"Ich würde in manchen Rennen gerne in die Top 5 fahren. Vier Jungs sind klar schneller als der Rest, doch zwischen dem Fünften und Platz 14 liegen nur wenige Zehntel. Das ist ein großartiger Kampf. Wir haben viele schöne Duelle", meint der MotoGP-Pilot. Espargaró schätzt darüber hinaus, dass auch sein Bruder Pol mit dem WM-Zirkus unterwegs ist - der 19-Jährige fährt bei den 125ern.

"Einen Bruder in der Weltmeisterschaft zu haben, kann einen Unterschied ausmachen", findet der um nur wenige Monate ältere Aleix Espargaró. "Pol ist mehr als ein Freund und natürlich auch mehr als ein Arbeitskollege. Das kann eine große Hilfe sein. Manchmal sieht ein Fahrer gewisse Dinge, die andere Personen eben nicht wahrnehmen", bringt es der spanische Rennfahrer auf den Punkt.

"Wir haben ein spezielles Gefühl und daher kann er mir Sachen sagen, die anderen Leuten gar nicht auffallen. Das kann er mir ohne Umschweife mitteilen. Umgekehrt ist es genauso: Ich beobachte ihn auf der Strecke und schaue mir seine Zwischenzeiten an", erläutert Espargaró. Aktuell hat der jüngere der beiden Brüder die Nase vorne: Pol ist mit 131 Punkten WM-Zweiter, Aleix mit 28 Punkten 14.

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