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Valentino Rossi war mit seinem dritten Platz in Laguna Seca sehr zufrieden © Yamaha

Jorge Lorenzo trieb Dani Pedrosa in dessen folgenschweren Fahrfehler - Casey Stoner hatte Probleme mit dem Vorderrad - Valentino Rossi bedankt sich

Nach den ersten zehn Runden beim Grand Prix der USA hatte es den Anschein, als müsste Jorge Lorenzo wesentlich härter um seinen sechsten Saisonsieg kämpfen, als er es selbst vor Rennbeginn erwartet hatte. Noch vor der ersten Kurve schossen Dani Pedrosa, Casey Stoner und Ben Spies an dem Yamaha-Werksfahrer vorbei.

"Ich hatte eigentlich einen ganz guten Start, aber plötzlich haben sie mich ganz schnell außen überholt", so Lorenzo auf der Pressekonferenz nach dem Rennen. "Ich habe gar nicht verstanden warum, aber ich fand mich an vierter Stelle wieder. Ich habe versucht, Spies so schnell wie möglich zu überholen. Dann hat Casey einen Fehler gemacht und ich konnte auch an ihm vorbeigehen. Danach sah ich, dass Dani sehr hart gepusht hat. Ich dachte mir: 'Wenn ich so pushen kann wie er, macht er vielleicht einen Fehler.' Das hat er dann auch getan, wodurch es für mich anschließend viel leichter war."

Stoner musste nach einem guten Start dem mangelnden Grip am Vorderrad Tribut zollen und sich Platz zwei begnügen. "Beim Start des Rennens fühlte sich alles ganz gut an", so der Ducati-Pilot, der so immerhin sein bislang bestes Ergebnis in dieser Saison einfuhr. "Auf dieser Strecke müssen wir eine bis anderthalb Runden warten, bis die Reifen aufgewärmt sind und wir sicher sein können, dass alles in Ordnung ist. Sobald sich alles gut angefühlt hatte, wollte ich pushen und Dani überholen."

"Aber dabei rutschte mir das Vorderrad weg", so Stoner weiter. "Ich riss mich zusammen, kämpfte mich wieder heran und machte wieder einen kleinen Fehler. Eine oder zwei Runden später verlor ich das Vorderrad erneut und kam sehr weit nach außen ab. Dann war es für mich an der Zeit, mich zu sammeln sowie sauber und weich zu fahren - und dabei zu versuchen, nicht zu viel Zeit zu verlieren."

"Über das gesamte Rennen hat sich das Motorrad mehr oder weniger okay angefühlt", erklärt der Ducati-Werksfahrer. "Es war bloß das Vorderrad, das in manchen Kurven Probleme bereitet hatte. Ich bin aber definitiv froh, dass wir an diesem Wochenende einen besseren Kampf liefern konnten."

Valentino Rossi war nach dem Rennen mit seinem dritten Platz zufrieden. "Für mich ist es großartig und sehr wichtig, nach so kurzer Zeit wieder auf dem Podium zu stehen", so der Weltmeister. "Ich muss mich bei vielen Leuten bedanken, die mir in letzter Zeit so sehr geholfen haben. Nach dem Rennen auf dem Sachsenring hatten wir gesagt, dass wir hier das Podium angreifen wollten."

"Aber es war schwieriger als erwartet, denn diese Strecke ist eine der anspruchsvollsten für den Körper", erklärt Rossi. "Ich musste während der Trainingssitzungen ganz schön leiden und auch im Rennen war es sehr anstrengend und schwierig. Dovizioso war schneller als ich, also habe ich mein Bestes gegeben, um bis ans Maximum zu gehen, ohne dabei einen Fehler zu machen. Schritt für Schritt holte ich mit ein paar guten Runden auf und schlussendlich konnte ich ihn überholen."

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