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Das Honda-Team hatte sich den USA-Grand-Prix ganz anders vorgestellt © Repsol

Nach Dani Pedrosas Ausfall in Laguna Seca versetzt Andrea Doviziosos vierter Platz bei Honda niemanden in Feierlaune

Das Honda-Werksteam war mit großen Hoffnungen in den Grand Prix der USA in Laguna Seca gegangen. Und nach den ersten zehn Runden sah es für die Mannschaft um Teammanager Toshiyuki Yamaji auch nach einem hervorragendem Ergebnis aus: Dani Pedrosa lag nach einem tollen Start in Führung und Andrea Dovizioso lag aussichtsreich an vierter Stelle.

Doch nach dem Rennen war die Stimmung bei Honda alles andere als gut. Pedrosa hielt nach elf Runden dem Druck des zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Jorge Lorenzo nicht stand, stürzte und schied aus. Dovizioso verlor seinen dadurch gewonnenen dritten Rang kurz vor Schluss an Valentino Rossi und musste sich mit Platz vier begnügen.

"Das war heute für das Honda-Team ein hartes Rennen, denn wir hatten große Hoffnungen und es lief nicht so, wie wir es wollten", so Yamaji anschließend. "Andreas vierter Platz ist natürlich ein respektables Ergebnis, aber er wird der Erste sein, der sagt, dass er heute mehr gewollt hatte. Dani hatte einen großartigen Start und sah sehr stark aus. Aber er hatte mit dem Sturz Pech. Das kann passieren, wenn man alles auf Sieg setzt."

"Zum Zeitpunkt meines Unfalls habe ich hart gepusht, um den Abstand auf Lorenzo zu halten", so Pedrosa. "Unglücklicherweise erwischte ich am Kurveneingang eine Bodenwelle und konnte nichts mehr machen - ich war unten. Das ist natürlich sehr, sehr enttäuschend, aber so etwas kann passieren, wenn man alles versucht, um zu gewinnen."

Pedrosa versucht dem Rennverlauf dennoch etwas Positives abzugewinnen. "Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir ein gutes Rennen, wir haben geführt. Man darf sich nicht mit verschränkten Armen hinsetzen und daran denken, was hätte sein können. Über das gesamte Wochenende haben das Team und ich gut gearbeitet. Wir haben uns in eine ideale Position gebracht. Es hat nicht funktioniert, aber wir werden zurückkommen beim nächsten Mal wieder angreifen."

Dovizioso war trotz seines vierten Platzes ebenfalls enttäuscht. "Ich kann mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein, denn das Siegertreppchen war so nahe", so der Italiener. "Ich hatte einen guten Start auf der Innenseite, wurde dann aber in der ersten Kurve etwas eingeklemmt und verlor Positionen. Ich wollte wirklich mit den Spitzenleuten wegkommen, aber ich habe in den ersten drei Runden hinter Spies etwas Zeit verloren. Deshalb verlor den Kontakt mit den Führenden."

Als er sechs Runden vor dem Ziel schließlich von Rossi überholt wurde, kämpfte Dovizioso mit stumpfen Waffen. "Ich tat alles, um ihn zu überholen, aber ich war nicht schnell genug - besonders in der dritten und vierten Kurve. Ich hatte nicht die Leistung auf der Bremse, um ein Manöver zu versuchen. Deshalb konnte ich ihn nicht mehr überholen."

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