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Paul Denning würde gerne mehr als nur einen Tag lang in Brünn testen © Suzuki

Suzuki-Teammanager Paul Denning befürchtet, dass der eine Test-Tag am Montag nach dem Brünn-Grand-Prix nicht ausreichen könnte

Bei Suzuki arbeiten die Entwicklungs-Ingenieure beinahe rund um die Uhr. Die Gründe dafür sind die offensichtlich bescheidenen Ergebnisse des MotoGP-Werksteams. Der fünfte Platz von Álvaro Bautista in Barcelona steht bislang in dieser Saison als einziges Highlight zu Buche. Zu dem eintägigen Test nach dem Rennen in Brünn wird eine Vielzahl von Entwicklungsteilen gebracht. Teammanager Paul Denning verordnet schon jetzt seiner Crew die Streckenzeit maximal auszunutzen.

"Wir werden so viele neue Teile nach Brünn bringen, sodass wir wirklich mehr als nur einen Tag brauchen würden", so Denning. "Ich denke, dass die Streckenzeit von neun Uhr morgens bis sechs Uhr am Abend sein wird. Und in der uns zur Verfügung stehenden Zeit werden wir keine Minute ungenützt verstreichen lassen und hoffen dabei darauf, dass wir das unsere gesamte Agenda abarbeiten können."

"Zweifelsohne müssen wir einen Schritt vorwärts machen", so der Engländer weiter. "Die Rennstrecke in Brünn ist für meine Begriffe der falsche Ort für einen Test, weil diese wegen des flüssigen Streckenverlaufs mit dem Circuit de Catalunya vergleichbar ist. Trotzdem, unser Bike sollte auch dort nicht ganz allzu schlecht funktionieren. Und zu diesem Datum sind normallerweise die Temperaturen auch sehr hoch."

Trotz dieser erschwerenden Umstände hat man sich viel Arbeit vorgenommen. "Wie dem auch sei, wir haben wichtige Änderungen in Bezug auf das Aerodynamik-Paket zu testen", erläutert Denning. "Diese beziehen sich nicht nur auf den Speed, sondern auch auf das Fahrverhalten beim Einlenken in die Kurven. Hinzu kommen noch Tests mit dem Chassis, der Schwinge und der Elektronik-Kontrolleinheit, wo wir die besten Teile aussortieren möchten."

Denning fasst auch nochmals das problemreiche Wochenende auf Laguna-Seca-Raceway zusammen. "Am Freitag taten wir uns unglaublich schwer auf ansprechende Rundenzeiten zu kommen. Warum das so war, ist ziemlich schwierig zu beurteilen. Loris verwendete den härteren Hinterreifen, das wahrscheinlich ein Fehler war. Wegen der warmen Temperaturen hat diesen auch kein Fahrer im Rennen gefahren. Wir haben viel am Motorrad geändert, anstatt nur die Reifenmischung zu wechseln."

Suzuki plant schon für 2012

Bei Teamkollege Bautista machte sich auch fehlende Streckenkenntnis bemerkbar. "Álvaro hatte in der ersten Hälfte der Session Probleme mit der Bremse", so Denning, "und es vergingen etwa 25 Minuten bis er erstmals richtig zum Fahren kam. Erschwerend für ihn war auch, dass ihm der Kurs bislang unbekannt war. Der Freitag war in jeder Hinsicht ein Desaster, aber am Samstagvormittag ging es schon wesentlich besser. Wenn man aber so schlecht in ein Wochenende startet, ist es umso schwerer, den Rückstand aufzuholen. Im Endeffekt bremsten uns einfache Dinge, die sich aber umso gravierender in den Ergebnissen niederschlugen."

Suzuki arbeitet auch schon für die Saison 2012, wo das neue Motorenreglement in Kraft treten wird. "Unsere Entwicklungsabteilung im Werk arbeitet schon eifrig an dem Motorrad für die Saison 2012", gibt Denning preis. "Suzuki wird auch mit den neuen Regeln in MotoGP einen reinrassigen Prototypen einsetzen."

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