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Kevin Schwantz hat an der aktuellen MotoGP immer noch viel Freude © Suzuki

Für Kevin Schwantz ist die MotoGP auch mit nur 17 Motorrädern in der Startaufstellung nach wie vor die Königsklasse im Zweiradsport

"Auch mit nur 17 Bikes erleben wir Rennen für Rennen ereignisreichen und hochdramatischen Rennsport", meint Kevin Schwantz. Der 500er-Weltmeister von 1993 widerspricht somit vollkommen jenen Kritikern, welche der Königsklasse MotoGP schon seit geraumer Zeit Tristesse nachsagen. "Egal was im Moment vor sich geht, MotoGP wird immer die Spitze des Eisbergs im Motorradrennsport sein!"

"Es gibt nichts vergleichbares auf diesem Level", so Schwantz weiter. "Es stimmt schon, dass es zurzeit einige Ungereimtheiten im Reglement gibt, die eben zu dieser geringen Anzahl von Motorrädern führen. Aber ich denke, dass sich ab 2012 - wenn die neuen Regeln in Kraft treten werden - vieles ändern wird. Der Sport wird dann wieder kostengünstiger sein. Meiner Meinung sogar um einiges mehr, als mit diesen 800ern. Wir werden dann wieder bis zu 25 Bikes in der Startaufstellung sehen."

Für den erfahrenen Rennsport-Insider wird die Saison durch atemberaubende Positionskämpfe an der Spitze des Feldes geprägt. "Unabhängig des kleinen Starterfeldes ist der gezeigte Rennsport in der Spitzengruppe nach wie vor großartig. Mit Lorenzo, Pedrosa, Stoner, Rossi, Spies und Dovizioso gibt es sechs Fahrer, die jederzeit ein Rennen gewinnen können. Solch eine große Anzahl gab es zu meiner Zeit nie. Damals waren wir höchsten zu dritt, maximal gab es vier Sieganwärter. Hier und jetzt ist aber Ben Spies auf dem besten Weg ganz zur absoluten Spitze aufzuschließen. Daher dürfen wir uns auf eine spannende zweite Saisonhälfte freuen, wenn es sieben bis acht unterschiedliche Fahrer gibt, die ein Rennen für sich entscheiden können."

Schwantz findet aber auch Gefallen an den Positionskämpfen im hinteren Feld. "Es wäre natürlich schön, schon jetzt mehr Bikes auf der Strecke zu sehen. Aber es wird auch so über das gesamte Feld toller Sport geboten. Nicht nur die Darbietungen der zwei oder drei Erstplatzierten sind phänomenal, sondern es wird auch um die hinteren Positionen verbissen gekämpft. Diese unterscheiden sich ein bisschen zu Moto2, wo bis zu 20 Fahrer innerhalb einer Sekunde liegen. MotoGP bleibt trotzdem die oberste Spitze. Eben dort, wo sich nur die Creme-de-la-Creme behauptet."

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