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Casey Stoner hat die erste Startreihe in Brünn nur knapp verpasst © Ducati

Casey Stoner kommt in der Qualifikation erst spät auf Touren und fährt auf Startplatz vier - Nicky Hayden schafft es nur auf Platz acht

In der Qualifikation zum Großen Preis von Tschechien ging es zeitweise drunter und drüber. Während sich Dani Pedrosa und Ben Spies an der Spitze einen veritablen Schlagabtausch lieferten, pendelte Ducati-Pilot Casey Stoner zwischen Rennstrecke und Boxengasse. Der Australier brauchte lange, bis er die richtige Abstimmung für seine Desmosedici gefunden hatte. Am Ende reichte es für ihn zu Platz vier (1:56,868 Minuten).

"Wir hatten gehofft, dass wir im Qualifying heute Nachmittag Fortschritte machen würden, aber zu Beginn schien jede Einstellung in die falsche Richtung zu gehen", so Stoner. "Als wir das Vorderrad besser zum Arbeiten gebracht hatten, stießen wir auf ein Problem am Heck und ungekehrt. Wir haben viel Zeit damit verbracht, in die Garage rein- und rauszufahren."

Erst in der zweiten halben Stunde der Qualifikation kam Stoner etwas besser zurecht. "Bei meinem vorletzten Run habe ich versucht, noch härter zu pushen, bin etwas von der Strecke abgekommen und habe meine Rundenzeit zerstört. Ich entschied mich, reinzukommen und einen weiteren Versuch auf frischen Reifen zu wagen. Wäre mir in den letzten zwei Kurven nicht ein anderer Fahrer im Weg gestanden, hätte ich es in die erste Reihe schaffen können."

Nicky Hayden war von der ersten Startreihe dagegen weit entfernt. Der US-Amerikaner qualifizierte sich als Achter nämlich nur für Reihe drei (1:57,635). "Wir haben recht schnell die 1:57er erreicht und ich dachte, wir wären in der Lage, einen Top-Startplatz anzupeilen", so Hayden. "Unglücklicherweise endete meine erste fliegende Runde auf den weicheren Reifen in Kurve drei - ich habe einfach das Vorderrad am Kurveneingang verloren und weiß nicht warum."

"Ich weiß, die Leute sagen immer: 'Ich habe nichts anders gemacht!' Aber ehrlich, selbst nachdem ich auf die Daten geguckt habe, der Bremsdruck und die Geschwindigkeit war genauso wie bei meinen vorherigen Versuchen. Wir müssen uns das heute Abend noch einmal ansehen und es verstehen. Zum Glück war es nicht zu heftig und an meinem Körper ist bis auf die linke Hand alles in Ordnung."

Eine anschließende Röntgenuntersuchung ergab, dass das Kahnbein nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. "Das ist die Hauptsache, denn ich habe eine Schraube in der Hand und sie ist nicht beschädigt", so Hayden. "Beim Spazieren durch das Fahrerlager tut es nicht zu sehr weh, aber wir müssen abwarten, wie es morgen während der 22 Runden auf dem Motorrad aussieht."

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