vergrößernverkleinern
Die Regelhüter haben sich für Suzuki eine Ausnahme einfallen lassen © Suzuki

Die Grand-Prix-Kommission hat in Brünn eine Änderung der Motorenregel in der MotoGP beschlossen - Suzuki profitiert als Erster und Einziger

Diese Entscheidung war bereits seit Wochen erwartet worden, nun ist sie offiziell: Suzuki darf in dieser Saison pro Fahrer neun anstatt sechs Motoren verwenden. Das hat die Grand-Prix-Kommission, bestehend aus Vertretern des Weltverbands FIM, der Teamvereinigung IRTA und MotoGP-Vermarkter Dorna, am Samstag in Brünn beschlossen.

Ursprünglich sollte in der Saison 2010 jeder MotoGP-Fahrer mit insgesamt sechs Motoren über die Runden kommen, ansonsten drohte eine Bestrafung in Form eines verspäteten Starts aus der Boxengasse beim kommenden Rennen. Dich bereits zur Saisonmitte war absehbar, dass Suzuki mit sechs Aggregaten pro Fahrer nicht auskommen würde. Zu viele Motoren hatten bereits den Geist aufgegeben.

In den vergangenen Woche lautete die Frage daher lediglich, wie diese "Lex Suzuki" umgesetzt würde. Schließlich waren die Regeln vor der Saison für alle gleich, warum sollte also mitten im laufenden Wettbewerb für einen Hersteller eine Ausnahme gemacht werden? Da aber Suzuki bereits seit zwei Jahren als Wackelkandidat gilt was sein MotoGP-Engagement betrifft und derzeit auf der Strecke mit den anderen Hersteller ohnehin nicht mithalten kann, hat sich die Grand-Prix-Kommission auf folgende Formulierung geeinigt.

"2010 können Hersteller, die Mitglieder der MSMA sind und 2008 sowie 2009 nicht mindestens zwei Rennen im Trockenen gewonnen haben, neun anstatt sechs Motoren verwenden", heißt es in der offiziellen Mitteilung der Regelkommission. So wurde immerhin eine sportlich begründete Formulierung dafür gefunden, dass für Suzuki - denn auf keinen anderen Hersteller trifft dieses Kriterium zu - eine Ausnahme gemacht wird.

Ab 2012 werden in der MotoGP wieder Motoren mit bis zu 1.000 cm³ zugelassen. Um potenziellen Neueinsteigern ein Engagement womöglich etwas schmackhafter zu machen, dürfen auch diese in ihrer ersten Saison neun anstatt sechs Motoren pro Maschine verwenden. Dies gilt allerdings nur für Hersteller, die sich werksseitig in der MotoGP engagieren wollen. Die so genannten Claiming-Rule-Teams bleiben von dieser Regelung ausgenommen, sie dürfen ohnehin bis zu zwölf Motoren pro Fahrer einsetzen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel