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Dani Pedrosa gab alles, hatte aber gegen Jorge Lorenzo keine Chance © Bridgestone

Während Dani Pedrosa in Brünn gegen den alles überragenden Jorge Lorenzo keine Chance hatte, wurde Andrea Dovizioso vom Winde verweht

Dani Pedrosa hat am Sonntag zwar alles versucht, aber Jorge Lorenzo war einfach zu schnell. Zwar lag Pedrosa unmittelbar nach dem Start ganz vorne, doch schon in der ersten Runde ging der WM-Führende an dem Honda-Piloten vorbei. Pedrosa blieb lange an Lorenzos Hinterrad, musste aber irgendwann abreißen lassen und sich mit Platz zwei begnügen.

"Es ist schön, nach dem Unfall in Laguna Seca wieder auf dem Treppchen zu sein", so Pedrosa anschließend. "Mein Start war gut und ich war Erster in der ersten Kurve, aber in der ersten Linkskurve machte ich mir zu viel Sorgen um meine Reifentemperatur und bremste zu früh. Dadurch kamen Ben und Jorge an mir vorbei."

Bei der Verfolgung auf Lorenzo musste Pedrosa irgendwann einsehen, nicht so schnell wie am Samstag fahren zu können. "Ich hatte ziemlich viel durchdrehende Räder und hatte Schwierigkeiten, gut aus den Kurven herauszubeschleunigen. Ich versuchte, meinen Fahrstil daran anzupassen, aber Jorge konnte Stück für Stück eine Lücke herausfahren."

Auch wenn Pedrosa letztlich keine Chance auf den Sieg hatte, war er nicht unzufrieden. "Immer noch auf dem Podium zu sein, ist okay. Auf dieses Ergebnis können wir aufbauen", so der Honda-Pilot. "Nach dem Test morgen geht es nach Indianapolis. Dort war ich im vergangenen Jahr stark, trotz des Fehlers im Rennen."

Teamkollege Andrea Dovizioso unterlief im heutigen Rennen ein folgenschwerer Fehler. "Schon ein paar Kurven vorher bekam ich vom Vorderrad ein paar Warnungen und dann rutschte es in Kurve neun weg", so der Italiener, der anschließend Glück hatte, dass ihn keiner der nachfolgenden Piloten erfasste.

"Als ich in der Mitte der Strecke war, war das ziemlich beängstigend, denn die Fahrer fuhren links und rechts an mir vorbei", so Dovizioso. "Ich hatte also Glück, dass die Folgen nicht noch schlimmer waren. Morgen haben wir einen Test und wir müssen versuchen, in Indianapolis wieder zurückzuschlagen."

"Die Bedingungen waren heute recht windig und ich denke, dass es sein könnte, dass der Wind Andrea in dem Moment erwischte und er deswegen unglücklicherweise stürzte", so Honda-Teammanager Toshiyuki Yamaji. "Wir hatten heute natürlich auf den Sieg gehofft, aber Lorenzo fuhr ein sehr gutes Rennen und wir müssen ihm gratulieren. Andererseits bedeutet das ganz einfach, dass das Honda-Team weiter so hart wie möglich arbeiten muss, um die Leistung in den kommenden Rennen zu verbessern."

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