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Valentino Rossi sagt 'ciao' und wechselt zur kommenden Saison zu Ducati © Yamaha

Das "Geheimnis" ist gelüftet: Valentino Rossi bestätigt seinen Abschied von Yamaha zum Saisonende - Zwei-Jahres-Vertrag mit Ducati

Wenige Stunden nach dem Grand Prix in Brünn haben Yamaha und Valentino Rossi offiziell bestätigt, dass sie ab der kommenden Saison getrennte Wege gehen werden. Diese Mitteilung war seit Wochen erwartet worden. Somit endet am Saisonende nach sieben Jahren eine der erfolgreichsten Partnerschaften der Grand-Prix-Geschichte. Rossi gewann gemeinsam mit Yamaha vier Mal die Fahrer-Weltmeisterschaft und wechselt nun zu Ducati, wo er einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet hat.

"Es ist sehr schwierig, nur in ein paar Worten zu erklären, wie meine Beziehung zu Yamaha in den vergangenen sieben Jahren gewesen ist", scheibt Rossi in seiner Erklärung. "Viele Dinge haben sich seit 2004 verändert. Vor allem 'sie', meine M1, hat sich verändert. Damals war sie bloß ein armes Mittelfeld-MotoGP-Motorrad, von den meisten Fahrern und MotoGP-Leuten verspottet."

"Jetzt, nachdem ich ihr geholfen habe zu wachsen und sich zu verbessern, kann man sie lächelnd in der Garage sehen, umgarnt und bewundert, behandelt als 'Klassenbeste'", so Rossi weiter, der sich bei allen Mitarbeitern von Yamaha aufs herzlichste bedankte, darunter natürlich sein langjähriger Weggefährte und Crewchief Jeremy Burgess.

"Jetzt ist der Moment gekommen, um sich nach neuen Herausforderungen umzusehen", so Rossi. "Meine Arbeit hier bei Yamaha ist beendet. Unglücklicherweise enden selbst die schönsten Liebesgeschichten, aber sie hinterlassen viele wundervolle Erinnerungen - wie zum Beispiel im Gras von Welkom, als meine M1 und ich uns zum ersten Mal geküsst haben, als sie mir direkt in die Augen sah und sagte: 'Ich liebe dich!'"

Zwei-Jahres-Vertrag mit Ducati

Die neue Herausforderung, von der Rossi in so blumigen Worten schreibt, liegt bei Ducati. Dort unterzeichnete der Weltmeister einen Zwei-Jahres-Vertrag, wie Ducati-Präsident Gabriele Del Torchio bestätigt. "Er ist ein Vorbild an Kompetenz in der Welt des Motorradrennsports, verbunden mit unserer italienischen Firma, der für 'Made in Italy'-Qualität steht."

"Bis zum Grand Prix von Valencia wird er ein Konkurrent bleiben - ein so großer, dass er unseren Siegen immer einen besonderen Wert verliehen hat", erklärt Ducati-Rennchef Filippo Preziosi weiter. "Aber sobald er die Ducati zum ersten Mal fährt, werden wir an jedem einzelnem Detail so arbeiten, bis wir ein Motorrad haben, das seinem enormen Talent entspricht."

Jarvis wünscht sich weitere Yamaha-Siege

Ob Rossi bereits beim Valencia-Test unmittelbar nach dem letzten Rennen dieser Saison für Ducati fahren darf, steht offenbar noch nicht fest. "Für die verbleibenden acht Rennen des Jahres 2010 bleibt Valentino ein Yamaha-Werksfahrer", betont Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis. "Er wird weiterhin von unserer vollständigen Unterstützung profitieren und wir hoffen und erwarten, ein paar weitere Rennsiege von ihm in blau zu sehen, bevor die Saison zu Ende ist."

Jarvis strich ebenfalls die zahlreichen gemeinsamen Erfolge heraus. "Wir sind stolz darauf, gemeinsam Geschichte geschrieben zu haben. Während wir Valentinos Entscheidung uns zu verlassen bedauern, respektieren wir gleichzeitig seinen Wunsch, sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Wir wünschen ihm für 2011 und darüber hinaus alles Gute."

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