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Aleix Espargaró stockte sein Punktekonto wenigstens um vier Zähler auf © Pramac

Bei Pramac-Ducati steht für den Testmontag in Brünn viel Arbeit auf dem Programm: Mika Kallio stürzt im Rennen, Aleix Espargaró wurschtelt sich durch

Nach seinem Ausrutscher in Brünn sind die Tage von Mika Kallio bei Pramac-Ducati offenbar gezählt. Der Finne muss seinen Platz voraussichtlich für MotoGP-Haudegen Lorsi Capirossi räumen, der bei der Satellitenmannschaft für 2011 vor der Tür steht. Augenscheinlich kam Kallio in Tschechien mit dem großen Druck nicht klar. Unterdessen hatte Teamkollege Aleix Espargaró endlich mal wieder Glück. Der Spanier brachte vier Zähler nach Hause.

"Mein Bike war besser als im Qualifying", berichtet Espargaró, der im Warmup noch am Einlenkverhalten seiner Ducati gearbeitet hatte. "Ich hatte einen ähnlichen Speed wie die Kollegen. Mein Start war gut und ich lag auf Rang elf. Ich konnte sogar zur Gruppe aufschließen, die um Platz acht kämpfte. Leider hatte ich dann Probleme mit dem Unterarm und konnte nicht entsprechend angreifen. Nach zwei Wochen Pause kann so etwas mal vorkommen."

"Wichtig war, dass ich nach drei Stürzen in Folge endlich mal wieder ins Ziel gekommen bin", meint der Spanier. "Ich hoffe, dass dies der Auftakt zu guten Resultaten in den restlichen Rennen der Saison war." Auf einen Umschwung muss auch Kallio hoffen. Der Finne hat bezüglich seiner Chancen für 2011 offenbar derzeit eher schlechte Karten. "Es tut mir leid, dass ich das Rennen nicht beendet habe", sagt Kallio kleinlaut nach seinem Crash.

Im Warmup am Vormittag war Kallio extrem schnell, aber zum Rennen präsentierte sich Brünn plötzlich wieder in ganz anderer Manier. "Am Ende der ersten Runde hatte ich schon drei Leute überholt. Nachdem ich dann auch an Melandri vorbei war, dachte ich, ich könnte eine schöne Top-10-Platzierung einfahren. Als ich einen Vorsprung zu ihm herausfahren wollte, bekam ich Probleme mit der Front, rutschte weg und warf mein Rennen in den Kies."

"Ich hätte mir gewünscht, hier ein gutes Ergebnis zu holen. Jetzt müssen wir die Daten checken, damit wir wissen, was wir für den Test am Montag ändern müssen", erklärt Kallio. "Mika hätte bestimmt in die Top-8 fahren können", meint Pramac-Technikchef Fabio Sterlacchini enttäuscht. "In den Daten waren bezüglich des Sturzes keine ungewöhnlichen Dinge zu erkennen. Aleix hat nach drei Rennen voller Pech endlich wieder vier Punkte geholt. Auch an seinem Bike werden wir am Montag arbeiten."

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