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Casey Stoner gönnt Karel Abraham nicht seinen Aufstieg in die MotoGP © Ducati

Casey Stoner kritisiert Karel Abraham, der vor kurzem sein MotoGP-Engagement bekanntgab, aufs Schärfste

Vor wenigen Tagen wurde offiziell bestätigt, dass Moto2-Pilot Karel Abraham in der kommenden Saison in der MotoGP mit einer Kunden-Ducati unterwegs sein wird. Den Schritt in die Motorrad-Königsklasse hat er hauptsächlich seinem Vater zu verdanken. Der Multimillionär stampft für seinen Sohn ein eigenes Team aus dem Boden. Bisher war Abraham in der Motorrad-WM eher eine Randerscheinung. Er schaffte es bislang bei 87 Starts weder bei den 125ern, 250ern und in der Moto2 auf das Podest.

Casey Stoner glaubt deshalb, dass Abraham in der MotoGP höchstens ein Nachzügler sein wird. "Er ist ein netter Kerl und arbeitet wirklich hart, aber er müsste bessere Ergebnisse bringen als im Moment, damit er von selbst in die MotoGP aufsteigen könnte. Es ist ein harter Job, aber wenn er beweist, dass er dem gewachsen ist, wäre das fantastisch. Bisher hat er sein Können noch nicht genügend unter Beweis gestellt", meint der 24-Jährige bei 'Motor Cycle News'.

Der ehemalige Weltmeister geht sogar soweit zu behaupten, dass "es einige andere Piloten gäbe, die es sich aufgrund der vergangenen Resultate mehr verdient hätten. Für ihn ist es natürlich großartig, eine solche Möglichkeit zu bekommen, aber einige andere Piloten hätten es sich mehr verdient". Bekanntermaßen ist die MotoGP eine teure Angelegenheit. Das Starterfeld hat sich aufgrund der enormen Ausgaben stark gelichtet. Teams konnten daher bei der Pilotensuche nicht immer auf die Qualität achten.

"Es gibt einige Fahrer in den nationalen Meisterschaften, die bei uns fahren sollten, aber nie die Möglichkeit erhalten. Leider werden nicht immer nur die besten Piloten aller Klassen verpflichtet, sondern oft auch jene, die mit Geld daherkommen. Einige sind wegen ihres Geldes schon in die MotoGP gekommen und haben alle überrascht. Vielleicht ist das für ihn eine Motivation", so Stoner.

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