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Ben Spies ließ die Fans in Indy toben: Er holte seine erste MotoGP-Pole © Bridgestone

Die US-Fans feiern: Ben Spies in Indy auf der Pole, Nicky Hayden Dritter hinter hinter Jorge Lorenzo - Valentino Rossi nach Problemen und weiterem Crash nur Siebter

2:06 Minuten vor dem Ende der Qualifikation bebte der "Nudeltopf" von Indianapolis: Ben Spies fuhr eine Fabelzeit von 1:40.105 Minuten und sicherte sich damit seine erste Pole-Position in der MotoGP. Er verdrängte seinen künftigen Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo mit einem Vorsprung von 0,220 Sekunden auf den zweiten Startplatz. Komplettiert wird der US-Erfolg durch Ducati-Pilot Nicky Hayden, der nur elf Tausendstelsekunden dahinter als Dritter zum ersten Mal in dieser Saison in der ersten Startreihe steht.

Zwischenzeitlich durften die US-Fans sogar von der ganz großen Sensation träumen, nämlich den Plätzen eins und zwei für ihre Fahrer. In der Schlussphase führten Hayden und Spies das Klassement im Doppelpack minutenlang an. Doch in den letzten Minuten ging es noch einmal richtig zur Sache: Lorenzo setzte sich vor die beiden US-Amerikaner an die Spitze, konnte sich darüber aber nur 43 Sekunden lang freuen - denn kam Spies nach seiner umjubelten Wunderrunde über den Zielstrich gerast. Danach gelang es keinem mehr, den Tech-3-Rookie von seiner ersten MotoGP-Pole zu verdrängen.

Hoffnungen auf seine erste Pole hatte sich auch Honda-Pilot Andrea Dovizioso gemacht. Der Italiener lag zwischenzeitlich ebenfalls ganz vorn, konnte am Schluss aber nicht mehr ganz mithalten und belegte schließlich mit 0,454 Sekunden Rückstand den vierten Platz, 78 Tausendstelsekunden vor seinem Teamkollegen Dani Pedrosa.

Für Casey Stoner und Valentino Rossi verlief die Qualifikation dagegen enttäuschend. Ducati-Pilot Stoner, der in beiden Trainings die Bestzeit geholt hatte, spielte diesmal im Kampf um die vordersten Plätze keine Rolle und wurde Sechster. Seine letzte Chance auf die erste Reihe verlor er ganz am Schluss, als er von Héctor Barberá ein bisschen aufgehalten wurde.

Noch-Yamaha-Star Rossi erwischte es noch übler. Der "Doktor" hatte immer noch große Probleme mit dem hinteren Grip und ließ seine M1 kurz vor Schluss noch einmal massiv umbauen. Doch mit dem modifizierten Bike kam er nicht weit, sondern stürzte bei noch sechs ausstehenden Minuten. Es war Rossis zweiter Crash an diesem Samstag. Danach stand er etwas ratlos und verloren im Kiesbett, bevor er sich Kopf schüttelnd zurück auf den Weg zur Box machte. Mehr als Startplatz sieben war für Rossi nicht drin.

Gresini-Rookie Marco Simoncelli wurde Achter, auch er stürzte und konnte danach nicht weiterfahren. Spies' Teamkollege Colin Edwards steht auf Startplatz neun, Suzuki-Pilot Loris Capirossi komplettiert die Top 10.

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