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Misano: Daniel Pedrosa möchte besser abschneiden als im Vorjahr © Honda

Dani Pedrosa, Nicky Hayden und Lokalmatador Loris Capirossi vor dem Grand Prix von San Marino in Misano: Großer Respekt vor den Yamahas

Während Lokalheld Valentino Rossi seine Misano-Bilanz weiter verbessern möchte und Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo den nächsten Schritt in Richtung Titel plant, hofft Honda-Speerspitze Dani Pedrosa auf weitere Laufsiege. Der Spanier kommt mit dem Selbstbewusstsein des Indianapolis-Erfolges nach Misano. "Das wäre natürlich klasse", sagt Pedrosa, "aber wir wissen, dass es schwierig wird. Im vergangenen Jahr war ich zwar auf dem Podium, aber es lief nicht allzu gut. Es sollte in diesem Jahr etwas besser laufen."

"Der Start in die Saison war wirklich nicht gut. Ich hatte in einigen Rennen echte Probleme", erklärt der Spanier, der in Indianapolis seinen dritten Saisonerfolg feierte. "Aber es geht bei uns Schritt für Schritt voran, die Platzierungen wurden konstant besser. Diesen Lauf wollen wir nun beibehalten. Ich hoffe, dass wir einige Fehler aus dem Vorjahr hier in Misano vermeiden können."

"In einer Kurve gibt es neuen Asphalt, dort war es zuvor immer sehr wellig", erklärt der Honda-Werksfahrer die Veränderungen gegenüber 2009. "Die schnellen Abschnitte der Strecke sind sehr großzügig ausgelegt, aber es gibt auch schöne Bremszonen. Meist ist Valentino hier in einer eigenen Liga. Wir müssen definitiv richtig gut am Setup unseres Bikes arbeiten."

Ducati-Pilot Nicky Hayden hat mit der Strecke in Misano noch eine Rechnung offen. "Vor drei Jahren wurde ich in Kurve eins von Randy de Puniet blockiert, im Jahr darauf musste ich wegen einer Verletzung aussetzen und im vergangenen Jahr gab es wieder ein Drama in der ersten Ecke", erklärt der Amerikaner. "Also eigentlich bin ich hier noch nie ein richtiges Rennen gefahren."

"Wichtig ist, dass ich das Qualifying nun gut hinbekomme. Dann muss ich zusehen, dass die erste Kurve passt", sagt Hayden, der im kommenden Jahr in Valentino Rossi einen prominenten neuen Teamkollegen bei Ducati an die Seite bekommt. "Ich freue mich sehr auf die Zukunft. Aber trotzdem konzentriere ich mich erst einmal auf diese Saison. Es sind noch einige Rennen."

Hayden will sich weiter mit der Ducati GP10 anfreunden. "Es fehlt mir immer noch ein bisschen", gibt der Ex-Champion zu. "Die Spitzenleute sind dermaßen stark. In der vergangenen Woche habe ich es in Indianapolis endlich mal in die erste Startreihe geschafft. Das ist enorm wichtig, wenn du vorne mitfahren willst. Es geht wirklich voran. Ich kann noch an mir arbeiten und das Team kann das Bike noch besser anpassen."

"Es bleiben noch sieben Rennen in diesem Jahr. Ich hoffe, dass ich das Podest noch möglichst oft besuchen darf. Der Wettbewerb an der Spitze ist extrem hart, aber wir haben alle nötigen Voraussetzungen für Podestplätze", sagt Hayden, der in der Gesamtwertung auf Platz sieben liegt. "Es ist eng. Zu Platz vier sind es nur zehn Punkte Abstand. Mal sehen, was noch möglich ist", so der Amerikaner, der mit kurz geschorenen Haaren in Italien erschien.

Die Haare zu Berge standen in den vergangenen Monaten oftmals Loris Capirossi. Das italienische MotoGP-Urgestein kam zuletzt mit der Suzuki nur selten in die gewünschten Regionen. "Keine Frage: Es ist ein schwieriges Jahr. Aber wir alle arbeiten hart und werden hoffentlich dafür belohnt. Drückt die Daumen, dass es nun endlich einmal funktioniert", so "Capirex" auf der Pressekonferenz vor seinem Heimspiel.

"Es sind noch sieben Rennen. Es bleibt also noch die Zeit, um unsere Position etwas zu verbessern", sagt Capirossi. "Es wird schwierig, aber wir werden jederzeit unser Bestes geben." Der Motorrad-Veteran wird Suzuki offenbar zum Saisonende verlassen. "Mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich will auf jeden Fall weitermachen." Der Italiener wird derzeit mit Pramac-Ducati in Verbindung gebracht.

"Ich würde gern nochmal mit den fetten 1.000er-Maschinen fahren. Das liegt mir einfach mehr." Capirossi steht kurz vor seinem 200. Grand Prix in der Topklasse. "Ich schaue nicht gern zurück, aber Erinnerungen hat man natürlich trotzdem. Der erste Sieg mit Ducati in Barcelona (2003; Anm. d. Red.) war unglaublich schön. Aber jedes Podest, sogar jedes einzelne Rennen ist eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, noch mehr solche Erfahrungen machen zu dürfen."

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