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Valentino Rossi geht mit viel Vorfreude in sein Heimspiel in Misano © Yamaha

Für Valentino Rossi steht an diesem Wochenende sein richtiges Heimrennen auf dem Programm - In Misano fuhr er erstmals mit großen Rennmaschinen

Der Misano-World-Circuit liegt nur sozusagen nur einen Steinwurf von Valentino Rossis Wohnort Tavullia entfernt. Angesichts dieser Tatsache ist es kaum verwunderlich, wenn er selbst den Grand Prix als sein Heimrennen bezeichnet. Und natürlich auch als Geburtsstätte seiner motorsportlichen Karriere. Obwohl der neunfache Champion in diesem Jahr den Weltmeistertitel wohl nicht mehr gewinnen wird können, erwartet sich Rossi trotzdem ein Riesenspektakel in seinem Vorgarten.

"Der ursprüngliche Grand Prix von Italien wird eigentlich in Mugello ausgetragen", meint Rossi auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag. "Schon alleine wegen der Tradition dort. Mugello ist immerhin schon seit den 1990er Jahren im WM-Kalender. Und somit auch im Verlauf meiner ganzen Grand-Prix-Karriere. Hingegen Misano ist mein richtiges Heimrennen. Mein Geburts- und Wohnort ist nur 10 Kilometer entfernt. Hier begann auch meine Karrieremit den Pocket-Bikes."

"Und auch später fuhr ich hier ein Grand-Prix-Bike zum ersten Mal", so Rossi weiter. "An all das habe ich schöne Erinnerungen. Mittlerweile präsentiert sich Misano aber völlig anders, nachdem der Circuit umgebaut wurde. Viele Kurven sind modifiziert worden, und vor allem wird in die entgegengesetzte Richtung gefahren. In den vergangenen zwei Jahren fuhr ich hier starke Rennen, die auch für die Weltmeisterschaft entscheidend waren. Ich denke, dass auch dieses Wochenende wieder einiges zu erwarten ist. Ich werde bestimmt wieder von vielen Fans und Freunden unterstützt."

Trotz der zu erwartenden großen Unterstützung seiner Fangemeinde blickt er einem schwierigen Grand Prix entgegen. "Dieses Wochenende wird sicher nicht einfach werden für mich werden, und im Generellen auch für mein gesamtes Team. Nach der Verletzungspause sind wir sehr früh zurück gekommen. Am Sachsenring fuhr ich ein gutes Rennen und in Laguna Seca stand ich als Dritter schon wieder auf dem Podium. Aber in Brünn zeigten wir die schlechteste Performance. Es war womöglich unsere schlechteste in all den letzten Jahren."

Der vierte Platz in Indianapolis ist das Ergebnis vieler Änderungen am Motorrad. "Aber nicht nur deswegen kam das gute Resultat zustande, sondern ich war mit der Yamaha recht flott unterwegs", erläutert der Italiener. "Wir haben vieles am Motorrad geändert, damit wir die Schwierigkeiten besser verstehen. Wahrscheinlich bin ich deswegen auch dreimal gestürzt. Das fühlte sich gar nicht gut an. Zum Glück blieben die Ausrutscher ohne Folgen. Mit Sicherheit werden die Atmosphäre und die ganze Umgebung um ein vielfaches besser sein. In Indy war der Streckenzustand mit den vielen Bodenwellen wirklich schlimm."

"Misano wird aber auch ein hartes Rennen", fügt er hinzu. "Schon alleine wegen der vielen harten Bremspunkte. Hoffentlich wird auch das Wetter weniger heiß sein als am vergangenen Wochenende. Wie auch immer, wir werden jedenfalls alles geben, um ein gutes Ergebnis einzufahren." Über die Zukunft zeigt sich der Meister der Kommunikation ebenfalls weniger gesprächig. "Über die Zukunft sprechen wir in Zukunft, wenn mehr Zeit dafür ist. Und nicht hier an einem für mich so wichtigen Rennwochenende."

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