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Dani Pedrosa war in der Schlussphase des Qualifyings eine Klasse für sich © Honda

In einer hart umkämpften Qualifikation ist Dani Pedrosa eine Klasse für sich - Pole-Position vor Jorge Lorenzo und Casey Stoner

Das Teilnehmerfeld der MotoGP liegt in Misano zeitenmäßig so dicht beieinander wie selten. Dennoch gab es einen Piloten, der im Qualifying am Samstagnachmittag deutlich schneller war als alle anderen: Dani Pedrosa sicherte sich in letzter Minute die Pole-Position für den Grand Prix von San Marino, indem er als einziger Fahrer die 1:34er-Marke unterbot. Seine Bestzeit: 1:33.948 Minuten.

Bei besten äußeren Bedingungen - 26 Grad Celsius Luft- und 42 Grad Asphalttemperatur - war es nach rund 20 Minuten Casey Stoner, der die erste ernst zu nehmende Bestmarke des Nachmittags aufstellte. Doch kurz nachdem der Australier mit einer Zeit von 1:34.457 Minuten Platz eins übernahm, stürzte er prompt in Kurve vier. Stoner setzte das Training auf seiner Ersatzmaschine fort.

Nach 35 Minuten trat erstmals Pedrosa in Erscheinung, indem er die Top-Position der Zeitenliste eroberte. Der Honda-Pilot wäre womöglich schon wenige Minuten später von Ben Spies abgelöst worden, doch dem Tech-3-Fahrer stand auf seiner schnellsten Runde im letzten Sektor Loris Capirossi im Weg, eine mögliche neue Bestzeit war dahin.

Neun Minuten vor dem Ende des Trainings übernahm Jorge Lorenzo die Führung - der WM-Leader war 0,031 Sekunden schneller als sein spanischer Landsmann. Doch Pedrosa hatte offensichtlich noch etwas in der Hinterhand. Eine Serie von schnellen Rundenzeiten katapultierte den Honda-Piloten kurz vor Schluss wieder an die Spitze des Klassements.

Pedrosa vollbrachte dabei sogar das Kunststück, seine Pole-Zeit gleich zweimal zu fahren. Lorenzo und Stoner konnten dagegen nicht mehr entscheidend zulegen - sie mussten sich mit den Plätzen zwei und drei begnügen. Für Lokalmatador Valentino Rossi, der nur acht Kilometer von der Strecke in Misano entfernt zu Hause ist, blieb nur der vierte Platz (1:34.470).

Zwei Tausendstelsekunden hinter dem Weltmeister platzierte sich mit Spies dessen Nachfolger im Yamaha-Werksteam (1:34.472). Etwas überraschend komplettiert der nach wie vor nicht hundertprozentig fitte Randy de Puniet die zweite Startreihe, indem er Colin Edwards und Andrea Dovizioso auf die Plätze sieben und acht verwies.

Ein völlig verkorkstes Qualifikationstraining erlebte dagegen Nicky Hayden. Der Ducati-Pilot qualifizierte sich beim Heimspiel seines Teams lediglich für den 14. Startplatz (1:35.303). Ähnlich langsam waren auch die Ducati-Kundenteams: Héctor Barberá, der nach zehn Minuten gestürzt war, wurde auf seiner Aspar-Ducati immerhin Zwölfter. Die beiden Pramac-Piloten Aleix Espargaró und Mika Kallio fanden sich nur auf den Rängen 15 und 17 wieder.

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