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Daniel Pedrosa wird beim Japan-Event der MotoGP nicht im Rennsattel sitzen © Bridgestone

Der erste Trainingstag von Motegi stand bei Honda ganz im Schatten des Unfalls von Dani Pedrosa - Operation in Spanien, dann Rückkehr zum Team

Für Honda-Fahrer Dani Pedrosa nahm die Rennsaison 2010 eine unglückliche Wendung: Der 25-Jährige verunglückte im ersten Freien Training von Japan bereits nach wenigen Minuten und zog sich dabei einen mehrfachen Bruch des linken Schlüsselbeins zu. Damit muss der Spanier seine Titelhoffnungen endgültig begraben, denn am Rennen kann Pedrosa in Motegi nicht teilnehmen.

"Das war zweifelsohne ein sehr schlechter Tag für uns", sagt der MotoGP-Routinier im Anschluss an die erste Trainingseinheit. "Ich hatte auf meiner erst zweiten fliegenden Runde einen sehr seltsamen Crash - und das auch noch in einem langsamen Abschnitt der Strecke. Ich versuchte, das Bike wie üblich abzubremsen, spürte aber, dass etwas nicht stimmte. Den Sturz konnte ich nicht vermeiden."

"Nach dem Unfall war mir klar: Ich hatte mir etwas getan, denn die Schmerzen waren groß. Ich hatte einen heftigen Aufprall an meinem linken Knöchel verspürt, doch mein Schlüsselbein war gebrochen, als ich auf dem Kurs aufschlug. Das scheint alles sehr unglücklich zu sein, wo wir doch zuletzt einige richtig gute Ergebnisse erzielt hatten", klagt Pedrosa nach seinem Trainingscrash von Japan.

Das Honda-Team leidet mit Pedrosa

"Ich war während der Vorsaison bei bester Gesundheit und auch im Jahresverlauf arbeiteten wir kontinuierlich an meiner Form, damit ich auf dem Maximum operieren konnte. Eine weitere Verletzung hätte ich nun wirklich nicht gebracht", stellt der Honda-Pilot heraus. "Ich fühle nicht, dass ich das verdient hätte. Wir halten es für das Beste, die Operation zuhause in Spanien durchführen zu lassen."

"Hoffentlich läuft das prima, damit ich schnellstmöglich wieder Rennen fahren kann", so Pedrosa. Darauf hofft auch Teammanager Toshiyuki Yamaji: "Es ist sehr enttäuschend, dass Dani eine derartige Verletzung erlitten hat. So etwas ist niemals gut, doch Dani war speziell im Augenblick in bestechender Form. Das Timing - zum Auftakt von drei Rennen in Folge - ist sehr unglücklich."

"Wir haben die Ursachen des Unfalls sehr genau analysiert und hoffen einfach nur, dass Dani schnell wieder gesund wird", meint der Japaner. Pedrosas Teamkollege Andrea Dovizioso, der hinter Valentino Rossi (Yamaha) den zweiten Platz belegt hatte, leidet mit seinem Stallgefährten: "Was Dani passiert ist, tut mir leid. Es ist immer schlimm für einen Fahrer, wenn er eine Verletzung davon trägt."

Dovizioso nimmt das Podium ins Visier

"Ich lag hinter ihm und sah, dass es ein heftiger Unfall war. Er fiel ziemlich hart und kam unter das Bike, als er durch das Kiesbett schlitterte. Ich hoffe nur, er ist bald wieder gesund", sagt der Italiener. "Mit der heutigen Session und vor allem mit der Rundenzeit bin ich sehr zufrieden. Wir hatten eine gute Ausgangsbasis und haben meiner Meinung nach das Potenzial, um uns weiter zu steigern."

"Ich bin zuversichtlich, was den weiteren Wochenendverlauf anbelangt", gibt Dovizioso zu Protokoll. "Diese Strecke weist besondere Charakteristiken auf: In manchen Bereichen ist eine starke Beschleunigung gefragt, an anderen Stellen muss man aggressiv bremsen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, einen guten Kompromiss zu finden, um das Bike unter Kontrolle zu haben."

Das Ziel des 24-Jährigen ist klar: Nach Platz zwei im Freien Training lockt das Podium von Japan. "Wir können uns verbessern, denn am Freitag waren wir die ganze Zeit über mit dem gleichen Reifensatz unterwegs", hält Dovizioso abschließend fest und fügt hinzu: "Den harten Vorderreifen, der einen Vorteil mit sich bringen soll, habe ich noch gar nicht ausprobiert", so der Honda-Fahrer.

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