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Valentino Rossi musste sich in Motegi nur Andrea Dovizioso geschlagen geben © Yamaha

Gemischte Gefühle bei Yamaha: Valentino Rossi stellte seine M1 in die erste Startreihe, während Jorge Lorenzo erstmals 2010 von Rang vier losfährt

Die beiden Yamaha-Piloten landeten in der Qualifikation von Japan geschlossen in den Top 4 der MotoGP, doch zumindest bei Titelfavorit Jorge Lorenzo hielt sich die Begeisterung über den vierten Platz sichtlich in Grenzen. Erstmals 2010 geht der spanische Rennfahrer nicht aus der ersten Reihe ins Rennen, weil ihn ausgerechnet Valentino Rossi in der Schlussphase noch verdrängte.

Der "Doktor" manövrierte sich mit einer ausgezeichneten letzten Runde noch auf den zweiten Platz nach vorne und verpasste die Pole-Position von Andrea Dovizioso (Honda) lediglich um 0,054 Sekunden. Dennoch überwog bei Rossi ganz klar die Freude über den Aufwärtstrend: "Es ist ein gutes Gefühl, nach so langer Zeit wieder in der ersten Startreihe zu stehen", gibt der Italiener zu Protokoll.

"Das letzte Mal war ich in Le Mans so weit vorne - unmittelbar vor meinem Unfall in Mugello. Wir konnten uns in allen Bereichen verbessern. Uns sind einige Fortschritte bei den Einstellungen gelungen und außerdem haben wir noch einen neuen Motor von Yamaha erhalten", fasst Rossi seine Eindrücke zusammen. "Dadurch konnten wir auf den Geraden an Geschwindigkeit zulegen."

"Dass wir hier etwas härtere Reifen haben als noch in Aragón, kommt mir ebenfalls entgegen, denn damit finde ich mich besser zurecht. Ich hätte eigentlich erwartet, mehr Schmerzen in meiner Schulter zu haben, doch das Gefühl ist gut, wenn ich nach der Gerade in die Eisen steige. Es schmerzt nicht allzu sehr und das stimmt mich zufrieden. Diese erste Startreihe ist sehr wichtig für das Rennen."

"Wir hoffen auf gutes Wetter und dann schauen wir einmal, was wir ausrichten können", meint Rossi. Teamkollege Lorenzo ist indes nicht sonderlich zufrieden mit Platz vier: "Ich bin etwas enttäuscht, denn das war nicht das Ergebnis, das wir erwartet hatten. Ich wäre in Japan gerne in der ersten Startreihe gestanden, schließlich ist dies das Heimrennen von Yamaha", stellt der Spanier klar.

"Außerdem habe ich am Samstagmorgen für zwei weitere Jahre bei diesem Team unterschrieben. Andererseits war das ja nur die Qualifikation und wichtig ist, dass wir für das Rennen gut gerüstet sind. Wir haben eine gute Geschwindigkeit und noch ein paar Kleinigkeiten, mit denen wir uns auseinander setzen müssen. Am Nachmittag versuchte ich mich erstmals mit dem neuen Motor."

"Das Triebwerk fühlte sich speziell in den hohen Gängen sehr gut an", erklärt Lorenzo und merkt an: "Nun stehe ich erstmals in diesem Jahr in Reihe zwei, bin der Spitze aber noch immer recht nahe. Ich werde versuchen, bestmöglich loszukommen. Die Wettervorhersage für den Sonntag ist nicht gerade die beste, also müssen wir uns auf Regen einstellen. Hoffentlich wird dieser aber ausbleiben."

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