vergrößernverkleinern
Wird Jorge Lorenzo der nächste MotoGP-Champion auf Bridgestone-Reifen? © Yamaha

Jubiläum für Bridgestone: Das japanische Unternehmen tritt in Sepang zum 150. Mal als Lieferant auf - Belastungsprobe in großer Hitze

Der 5,548 Kilometer lange Sepang International Circuit stellt die Fahrer und Teams der MotoGP in jeder Saison auf eine besondere Probe: Bei überaus hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit müssen die Protagonisten wahre Höchstleistung vollbringen, um Qualifikation und Rennen in Topform zu beschließen. Für Bridgestone ist der MotoGP-Lauf aber etwas Besonderes.

2010 begehen die japanischen Reifenspezialisten ihr 150. Rennjubiläum auf diesem Kurs, mit dem Hiroshi Yamada, Motorsport-Manager bei Bridgestone, einiges verbindet: "Der Grand Prix von Malaysia ist schon immer ein sehr erfolgreicher Event für uns. 2005 erzielten wir dort mit Loris und Ducati unseren ersten Sieg, 2007 war Casey auf diesem Kurs erfolgreich", meint der Japaner.

"In der vergangenen Saison sicherte sich Valentino dort seinen siebten MotoGP-Titel und seinen zweiten auf Bridgestone-Reifen. Es ist also sehr passend, dass wir an diesem Wochenende unseren 150. Grand Prix begehen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir in nur neun Saisons derart weit gekommen sind", gibt Yamada vor dem Malaysia-Rennen zu Protokoll und zeigt sich gespannt.

"2007 und 2008 wurde die WM jeweils in Japan entschieden, jetzt scheint wieder Sepang die Bühne dafür zu sein. Jorge hat eine sehr gute Möglichkeit, doch der Kampf um den dritten Platz ist noch lange nicht entschieden. Ich bin überzeugt davon: Im weiteren Jahresverlauf werden wir noch einige aufregende Duelle sehen", sagt Yamada, dessen Mannschaft wieder vier Pneumischungen dabei hat.

Im Angebot sind in Sepang die Varianten hart und superhart für vorne, hinten können die Fahrer zwischen mittel und hart wählen. Tohru Ubukata, Entwicklungschef bei Bridgestone Motorrad, erläutert die Auswahl dieser Optionen: "Sepang weist eine Mischung aus schnellen Kurven, langen Geraden und engen Haarnadeln auf, was unsere Reifen vor eine große Herausforderung stellt."

"Unsere Vorderreifen müssen auf diesem Kurs sehr großen Kräften widerstehen und brauchen ein starkes Zentrum, um gute Stabilität beim Bremsen zu garantieren. Die Fahrer müssen vor den Haarnadeln von über 300 km/h auf rund 80 km/h verzögern", erläutert Ubukata. "Seitlicher Grip wird sowohl vorne als auch hinten verlangt, denn die weiten Kurven generieren große Fliehkräfte."

"Ausgangs der engen Ecken ist Traktion gefragt. Die Haltbarkeit der Pneus ist ebenfalls ein wichtiges Thema, denn die hohen Temperaturen bedeuten, dass es während einer Runde nur wenig Kühlung gibt. Wir nutzen Sepang allerdings bei den Wintertests und haben dort in der Vergangenheit stets gut abgeschnitten", so der Japaner. "Alle Teams haben also genug Daten, um ihre Setups zu verfeinern."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel