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Valentino Rossi wünscht sich eine frühere Startzeit am Sonntag © Yamaha

Um nicht zeitgleich zur Formel 1 antreten zu müssen, beginnt das MotoGP-Rennen am Sonntag erst um 16 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ)

Im Kampf um die Aufmerksamkeit der an Motorsport interessierten Öffentlichkeit versucht die MotoGP, wie nahezu alle internationalen Rennserien, bei der Wahl ihrer Termine der übermächtigen Formel 1 möglichst häufig aus dem Weg zu gehen. An diesem Wochenende treten die "Königsklassen" der Motorrad- und der Automobil-Szene allerdings zeitgleich an: während die MotoGP in Malaysia startet, findet in Suzuka der Formel-1-Grand-Prix von Japan statt.

Um nicht zeitgleich zur Formel 1 antreten zu müssen, beginnt das MotoGP-Rennen am Sonntag erst um 16 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ). Außerdem bringt es die relativ späte Startzeit mit sich, dass die Motorräder zu einer sozialverträglicheren Uhrzeit über die europäischen Fernsehschirme flimmert. Doch es gibt nicht nur Vorteile.

"Jeder weiß doch inzwischen, dass es ungefähr zur selben Zeit, normalerweise ab 15:30 Uhr, hier immer regnet", sagte Valentino Rossi gegenüber 'Gazzetta dello Sport'. Es sei fast so, als würde die MotoGP am Sonntag nur darauf warten, bis es zu regnen anfinge. "Wir müssen immer der Formel 1 klein beigeben, die sich kaum weniger für uns interessieren könnte. Wir sind in Gefahr, man kann nicht immer nur ans Fernsehen denken."

Rossi gibt zu, dass ihm der drohende Regen am späten Sonntagnachmittag Angst macht. "Um 14 Uhr hätten wir eine neunzigprozentige Chance, dass es nicht regnet", fuhr der Weltmeister fort. "Um 16 Uhr beträgt die Chance, dass es regnet, dagegen neunzig Prozent." Diese Erfahrung habe man erst im vergangenen Jahr machen müssen.

Gegenüber Dorna-Boss Carmela Ezpeleta habe er dieses Problem bereits angesprochen. Rossi habe sogar angeboten, persönlich mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone über dieses Thema zu sprechen. Doch Ezpeleta glaube, dass sich Ecclestone nicht für die Belange der MotoGP interessiere, so Rossis Eindruck. Übrigens: Während die MotoGP an diesem Wochenende bislang von Regen verschont blieb, fiel das dritte Freie Training der Formel 1 in Suzuka buchstäblich ins Wasser.

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