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Valentino Rossi siegte in Malaysia, denn für sein Zucken wurde er nicht belangt © Bridgestone

Yamaha-Fahrer Valentino Rossi wurde für sein Zucken in Sepang nicht belangt, weil die Rennleitung seit 2010 eine neue Richtlinie befolgt

In der vergangenen Saison fing sich der damalige Tech-3-Fahrer James Toseland in Phillip Island eine Durchfahrtsstrafe ein, weil er einen Frühstart hingelegt hatte - was viele Beobachter für deutlich überzogen hielten, zumal sich der Brite kaum bewegt hatte. In Sepang 2010 zuckte schließlich Valentino Rossi kurz vor dem Ampelsignal, wurde gemäß einer neuen Richtlinie aber nicht bestraft.

"Die Regeln sagen, dass man sich nicht bewegen darf, wenn die roten Ampeln an sind. Wir sind aber nicht so kleinlich, dass wir die Jungs für etwas bestrafen, was nach einem Gangwechsel oder einer kleinen Bewegung aussieht", sagt MotoGP-Rennleiter Paul Butler gegenüber 'Motor Cycle News'. "Solange sie dadurch nicht nach vorne und über die Linie fahren, sprechen wir keine Strafe aus."

"Im Zuge des Zwischenfalls um Toseland gab es eine heiße Diskussion, weil die Sache als zu hart empfunden wurde. Seither beschäftigen wir uns bei unserer Urteilsfindung mit der Frage, ob die Leute durch ihren Frühstart einen Vorteil erzielt haben oder nicht", erläutert Butler. Im Fall von Yamaha-Pilot Rossi kam die Rennleitung zum Schluss, dass der Rekordchampion keine Strafe erhalten sollte.

Der italienische Rennfahrer beschreibt den Vorfall aus seiner Sicht: "Als ich die Kupplung kommen ließ, bewegte sich das Bike um einen Zentimeter. Es ist immer die gleiche Prozedur, doch dieses Mal griff die Kupplung vielleicht etwas mehr. Ich fuhr dabei aber nicht über die Linie und berührte auch nicht die Linie", sagt der Ex-Champion, der in Malaysia wenige Runden später zum Sieg fuhr.

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