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Mika Kallio kehrt Pramac vorzeitig den Rücken und geht nach Finnland © Pramac

Mika Kallio wird die Saison vorzeitig beenden und sich von Pramac-Ducati verabschieden - Carlos Checa wird wohl übernehmen

Dass Mika Kallio seine ohnehin nicht gerade glückliche Saison bei Pramac nicht mehr beenden würde, war schon vielen Beobachtern seit Wochen klar. Der Finne litt seit einem Crash in Le Mans unter starken Schmerzen in der Schulter, er konnte die Ducati nicht mehr fahren wie gewünscht. Nach Abschluss des Australien-Wochenendes zieht man nun einen Schlussstrich: Kallio geht vorzeitig.

"Seit dem Rennwochenende in Japan wurden die Schmerzen in der Schulter zu stark", sagt der Finne. "Ich habe mit dem Team gesprochen und wir kamen sofort überein, dass ich es in Malaysia und Australien versuche und wir dann über die letzten beiden Saisonrennen entscheiden. Leider konnte ich nicht die gewünschte Leistung bringen, deswegen habe ich mich mit dem Team auf eine vorzeitige Vertragsauflösung verständigt."

"Das war eine schwierige Entscheidung, aber nur so kann ich in bester körperlicher Verfassung in die Zukunft gehen", sagt Kallio, der sich ab sofort in seiner Heimat behandeln lassen will. "Ich möchte mich bei Paolo Campinoti bedanken, der in dieser Situation sehr geholfen hat. Auch den Technikern von Pramac danke ich. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und werde mich immer gern an sie erinnern."

"Eine solche Situation hatte ich mir nie gewünscht", meint Pramac-Teamchef Campinoti. "Aber wenn ein Fahrer nicht fahren will, weil er nicht hundert Prozent für das Team geben kann, dann sollte man dies als ernstes Signal auffassen und werten. Wir haben seinen Wunsch akzeptiert. Ich möchte Mika im Namen des Teams danken und ihm für die Zukunft nur das Beste wünschen."

"Mika war in den vergangenen zwei Jahren immer ehrlich und er hat stets alles gegeben", so der Italiener. "Wir werden ihn auch aus diesem Grund immer als Mitglied unserer Familie betrachten." Wie es mit Kallios Karriere weitergeht, ist derzeit unklar. Sicher scheint, dass Carlos Checa den Platz in Estoril und Valencia einnehmen wird. "Im Moment sprechen wir über einen Ersatzmann. Wir werden es verkünden, wenn alles vertraglich unter Dach und Fach ist", hält sich Campinoti noch bedeckt.

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