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Valentino Rossi und Jorge Lorenzo werden Mütze und Schal nicht brauchen © Yamaha

Nach der Fahrerkrone für Jorge Lorenzo und dem Titel als bestes Team soll das Yamaha-Duo in Estoril die Herstellermeisterschaft sichern

Drei Rennen, drei Titel - so lautet die Yamaha-Devise für das kommende Wochenende. In Sepang sicherte sich Jorge Lorenzo vorzeitig den Weltmeistertitel der Fahrer, in Australien machte man zuletzt den Teamtitel perfekt. Nun soll in Estoril am kommenden Wochenende auch noch der Herstellertitel eingefahren werden. Yamaha führt die Wertung derzeit mit 354 Punkten vor Honda (310 Punkte) an.

"Jetzt kommen noch zwei ganz spezielle Rennen in Folge", sagt der neue Champion, der sich bei einem Besuch auf seiner Heimatinsel Mallorca feiern ließ. "In Estoril habe ich einige meiner schönsten Momente der vergangenen zwei Jahre erlebt. In der 125er- oder der 250er-Klasse konnte ich dort nie gewinnen, aber seit 2008 konnte ich zweimal in Folge siegen."

"Es ist die einzige Strecke, auf der ich in der MotoGP bisher zwei Erfolge feiern durfte", fasst Lorenzo zusammen. "Ich mag den Kurs und fühle mich dort immer besonders wohl. Es ist fast wie ein weiterer spanischer Grand Prix. Viele Spanier kommen dorthin und unterstützen uns. Das wird mein erstes Rennen in Heimatnähe seit dem Titelgewinn. Ich bin gut drauf und will einen weiteren Sieg - genau wie im vergangenen Jahr, als dort ein Astronaut landete."

2009 bot Lorenzo nach seiner Triumphfahrt in Portugal eine ganz besondere Show. In einem Raumanzug erinnerte der Spanier an die Mondlandung 40 Jahre zuvor und markierte das Estoil-Kiesbett als "Lorenzos Land".

Teamkollege Valentino Rossi, der nach der Saison zu Ducati wechselt, würde seinem Teamkollegen die Möglichkeit zu einer solchen Einlage nicht bieten und selbst triumphieren - zumal sein Verhältnis zum Noch-Teamkollegen frostig ist: Rossi redet nach eigenem Bekunden nicht mit Lorenzo.

"Ich will die verbleibenden zwei Rennen genießen und möglichst nochmal siegen", sagt Rossi. "Estoril war im vergangenen Jahr nicht gut zu mir. Wir hatten Probleme, ich kam nicht einmal auf das Podium. In diesem Jahr wollen wir es besser machen. Nach Phillip Island soll es endlich wieder wärmer werden. Aber auch in Estoril kann sich alles schnell ändern."

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