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Loris Capirossi möchte dem Suzuki-Team in Portugal etwas zurückzahlen © Suzuki

Ein lädierter Fuß und eine Adduktoren-Verletzung halten Loris Capirossi nicht davon ab, in Portugal an den Start gehen zu wollen

Die MotoGP-Saison neigt sich dem Ende entgegen, nur noch zwei Grand Prix stehen auf dem Programm. Während die Fahrer- und die Team-Weltmeisterschaft bereits zugunsten von Jorge Lorenzo und dem Yamaha-Werksteam entschieden ist, steht bei einigen Piloten noch das Erzielen von guten Einzelergebnissen im Vordergrund, um sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen.

Einer dieser Fahrer, für den es bei den Rennen in Estoril und Valencia womöglich um die berufliche Zukunft geht, ist Loris Capirossi. Der 37 Jahre alte Ex-Champion wird Suzuki am Ende der Saison verlassen, aber ob der bereits vor Monaten kolportierte Wechsel zu Pramac-Ducati tatsächlich stattfinden wird, ist nach wie vor unklar. Eine offizielle Bestätigung der Fahrerpaarung für 2011 steht seitens des italienischen Kundenteams jedenfalls noch aus.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Capirossi trotz diverser Verletzungen, die sich der Italiener bei einem Sturz am vergangenen Rennwochenende auf Phillip Island zugezogen hatte, beim Grand Prix von Portugal starten möchte. "Capirex" möchte unbedingt wieder ein sportliches Ausrufezeichen setzen, denn er blickt auf eine bislang enttäuschende Saison zurück: Er ist von allen Stammfahrern in der Gesamtwertung am schlechtesten platziert.

"Ich kann es kaum abwarten, wieder auf mein Motorrad zu steigen und den Jungs für all ihre Geduld und ihre harte Arbeit in dieser Saison etwas zurückzugeben", sagt Capirossi. Dass bei ihm nach dem Rennen in Australien Knochenbrüche und Prellungen im Fuß (Fersenbein, Mittelfußknochen, Keilbein) festgestellt wurden, schreckt den Routinier dabei ebenso wenig ab, wie die Verletzung seiner Adduktoren.

"Ich war enttäuscht, als ich erfuhr, dass ich ein paar kleine Frakturen in meinem Fuß habe. Aber das wird mich nicht davon abhalten, zu fahren", stellt Capirossi klar. "Ich war in Australien schließlich okay. Ich hatte dort nicht allzu viele Probleme. Tatsächlich war es einfacher zu fahren als zu gehen."

Capirossi möchte die Rennen in Estoril und Valencia dazu nutzen, um sich anständig von Suzuki zu verabschieden. "Suzuki und das Team waren immer sehr gut zu mir. Ich möchte ihnen zeigen, dass ich da bin, um mein Bestes zu geben und mit den besten Fahrern zu konkurrieren", sagt er.

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