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Álvaro Bautista soll 2011 das einzige Werksbike von Suzuki fahren © Suzuki

Die Pläne von Suzuki, 2011 nur noch ein Werksbike in die MotoGP zu bringen, sind noch nicht offiziell bestätigt: Dorna droht mit Konsequenzen

Die wirtschaftliche Gesamtlage wurde im Sommer als Grund für die Reduzierung des Suzuki-MotoGP-Engagements genannt. Mit Blick auf die Ergebnisse des bisherigen Jahres dürfte man aber nicht nur angesichts des Kontostandes, sondern auch wegen der sportlich mäßigen Resultate immer mehr die Lust verloren haben.

Loris Capirossi hat für das kommende Jahr einen Vertrag bei Pramac-Ducati ergattert, sein bisheriger Rookie-Teamkollege Álvaro Bautista soll 2011 als Suzuki-Einzelkämpfer antreten - so der Plan. Doch es gibt bezüglich der Zukunft der Japaner noch Fragezeichen, denn offiziell hat man sich bisher noch nicht zu den Plänen bekannt.

"Wir haben noch nichts gehört", bestätigt Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta gegenüber 'Motor Cycle News'. Der Vermarkter hatte Suzuki Anfang Oktober per Brief aufgefordert, die Pläne für 2011 zu erklären. "Sie haben nicht geantwortet", so Ezpeleta. "Wenn wir eine Antwort haben, dann entscheiden wir über die nächsten Schritte."

Suzuki hat sich per Vertrag mit der Dorna dazu verpflichtet, bis Ende 2011 mit zwei Werksmaschinen in der Startaufstellung zu stehen. "Mir ist es egal, wie sie es erklären wollen. Ich habe einen Vertrag mit denen", stellt Ezpeleta klar. Der Spanier ist sauer, die anderen Hersteller ebenso. Immerhin gestand man Suzuki einvernehmlich eine Sonderstellung zu, indem man ihnen den Einsatz eines Rookies gestattete.

Ezpeleta will den Verantwortlichen noch bis zum Abschluss des Finalwochenendes in Valencia Zeit geben, sich abschließend über die Planungen für das kommende Jahr zu erklären. Es drohen Sanktionen, denn bei einem Vertragsbruch seitens Suzuki müssten die Japaner wohl Schadensersatz an Vermarkter Dorna überweisen.

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