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Casey Stoner fuhr in der Qualifikation von Valencia in seiner eigenen Liga © Ducati

Casey Stoner sichert sich in beeindruckender Manier die Pole-Position in Valencia - Jorge Lorenzo auf Startplatz zwei - Marco Simoncelli erstmals in Reihe eins

Die Qualifikation zum Grand Prix von Valencia hätte auch den Titel "Die große Casey-Stoner-Show" tragen können. Der Australier, der an diesem Wochenende seinen letzten Renneinsatz für Ducati absolviert, sicherte sich in überlegener Manier die Pole-Position für das Saisonfinale der MotoGP. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 22 Grad Celsius setzte sich Stoner mit einer Bestzeit von 1:31.799 Minuten gegen den zweitplatzierten Jorge Lorenzo (1:32.130) durch.

Stoner deutete bereits zu Beginn der 45-minütigen Session an, wie ernst er es am Samstagnachmittag meinte. Schon in seiner zweiten Runde gelang ihm eine neue Bestzeit. Unmittelbar nachdem er diese gesetzt hatte, verpasste er allerdings den Bremspunkt vor der ersten Kurve nach Start-Ziel und musste geradeaus durch das Kiesbett ausweichen. Einhändig steuerte Stoner seine Desmosedici durch den Schotter und setzte die Qualifikation anschließend ungehindert fort.

Zur Halbzeit der Session setzte sich Jorge Lorenzo erstmals auffällig in Szene. Der Weltmeister unterbot in seiner 13. Runde Stoners Bestmarke und schon einen Umlauf später prompt eine weitere Zeitenverbesserung nach. Stoner war gewarnt, ging wieder auf die Strecke - und sorgte dafür, dass sein Name wieder ganz oben auf dem Zeitenmonitor aufleuchtete.

Elf Minuten vor dem Ende des Trainings wurde es ernst. Zunächst war es erneut Lorenzo, der sich mit einer neuen Bestzeit wieder vor Stoner schob. Wenige Sekunden später verdrängte Marco Simoncelli den Australier sogar auf die dritte Position. Doch der Ducati-Pilot ließ keine Zweifel darüber aufkommen, wer sich an diesem Nachmittag die Pole-Position sichern würde.

Sechs Minuten vor Schluss war es Stoner, der Dank eines überragenden letzten Sektors der als erster Pilot an diesem Wochenende die 1:32er-Marke durchbrach. Lorenzo und Simoncelli mussten einsehen, dass sie dieses Tempo nicht mitgehen konnten. In den letzten Sekunden der Qualifikation legte Stoner sogar noch einmal nach und verbesserte seine Bestzeit erneut.

Da Valentino Rossi, der die meiste Zeit des Trainings im Mittelfeld des Klassements zu finden war, in letzter Sekunde die viertschnellste Zeit des Tages fuhr (1:32.330), blieb es dabei, dass Simoncelli zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere einen Startplatz in der ersten Reihe erobern konnte. Am Ende der Zeitenliste schaffte Carlos Checa nicht nur den Anschluss an das Teilnehmerfeld, sondern er war sogar knapp schneller als Álvaro Bautista, für den bloß der 17. und letzte Startplatz blieb.

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