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Jorge Lorenzo (l.) krönte seine WM-Saison mit einem neuen MotoGP-Punkterekord © Bridgestone

Jorge Lorenzo beschließt seine WM-Saison mit einem Sieg beim Grand Prix von Valencia - Valentino Rossi verabschiedet sich mit Platz drei von Yamaha

Perfekter Saisonabschluss für Jorge Lorenzo. Der neue MotoGP-Weltmeister gewann das letzte Rennen der Saison 2010 in Valencia und stellte mit 383 WM-Zählern einen neuen Punkterekord in der "Königsklasse" auf. Casey Stoner, der das Rennen auf dem Circuit Ricardo Tormo lange Zeit angeführt hatte, kam als Zweiter ins Ziel. Valentino Rossi beendete seine Yamaha-Karriere mit dem dritten Platz.

Stoner, der von der Pole-Position gestartet war, setzte sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze des Feldes. Direkt hinter ihm lag zunächst Dani Pedrosa, der sich innerhalb von drei Kurven von Platz acht auf die zweite Position nach vorne arbeitete. Doch der ebenfalls blendend gestartete Nicky Hayden konterte Pedrosas Angriff umgehend und kam unmittelbar hinter seinem Ducati-Teamkollegen Stoner aus der ersten Runde zurück.

Etwas weiter hinten musste sich Lorenzo zunächst mit dem aggressiv zu Werke gehenden Marco Simoncelli auseinandersetzen. Am Ende der zweiten Runde wollte sich der Yamaha-Pilot innen an dem Italiener vorbeipressen, doch Simoncelli warf die Tür zu, es kam zur Berührung zwischen den beiden Streithähnen. Lorenzo wäre dabei fast gestürzt, rappelte sich aber kopfschüttelnd wieder auf, verlor einige Positionen und begann seine famose Aufholjagd.

Zu Beginn der dritten Runde war das Rennen für Hayden derweil schon beendet. Der US-Amerikaner stürzte bei dem Versuch, an Stoner dranzubleiben. In der ersten Kurve rutschte Hayden über das Vorderrad seiner Desmosedici weg. "Es geschah ohne Vorwarnung und plötzlich war ich unten. Dafür gibt es keine Entschuldigung, es war Fehler des Fahrers. Das ist frustrierend", sagte Hayden gegenüber 'motogp.com'.

In der neunten Runde hatte Lorenzo den Anschluss an das Führungstrio bestehend aus Stoner, Pedrosa und Rossi geschafft. Während diese vier Fahrer eng beieinander lagen, konnte Simoncelli nicht mehr mithalten und fiel zurück. Ähnlich erging es Pedrosa wenig später, wodurch der Fight um den Rennsieg zu einem Dreikampf wurde. Unterdessen gab Loris Capirossi sein letztes Rennen für Suzuki in der 13. Runde aufgrund technischer Probleme auf.

Hinter den Top 3 wurde im weiteren Verlauf des Rennens der Abstand zwischen den die drei Honda-Piloten Pedrosa, Simoncelli und Dovizioso immer kleiner. Außerdem gesellte sich Ben Spies dazu - ein spannender Vierkampf um die vierte Position entbrannte. Am Ende des Feldes musste Carlos Checa nach einem guten Start dagegen abreißen lassen. Der Pramac-Pilot sollte als 15. ins Ziel kommen und somit immerhin einen WM-Punkt gewinnen.

Acht Runden vor Schluss dann das entscheidende Manöver in diesem Rennen. Lorenzo überholte Stoner, während Rossi ganz offensichtlich nicht mehr mit seinem Teamkollegen mithalten konnte. Lorenzo zog anschließend auf und davon und gewann den Grand Prix schließlich mit viereinhalb Sekunden Vorsprung auf Stoner.

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