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Jorge Lorenzo krönte sein WM-Jahr mit einem Sieg vor heimischem Publikum © Yamaha

Jorge Lorenzo feierte in Valencia seinen Sieg vor heimischem Publikum, während sich Casey Stoner und Valentino Rossi von ihren Teams verabschiedeten

Mit seinem neunten Saisonsieg hat Jorge Lorenzo vor heimischer Kulisse in Valencia sein WM-Jahr gekrönt. Damit hat der Spanier auch einen neuen Punkterekord aufgestellt und Valentino Rossi eine Bestmarke abgejagt. Dementsprechend glücklich zeigte sich der 23-Jährige im Anschluss an das Rennen. Casey Stoner verabschiedete sich von Ducati mit Platz zwei, nachdem der Australier bis acht Runden vor Schluss geführt hatte. Nach sieben Jahren endete auch die Rossi-Ära bei Ducati. In der Auslaufrunde küsste der Italiener seine Startnummer an der Front der M1, genauso wie bei seinem ersten Rennen in Welkom 2004.

Die spanischen Fans jubelten Lorenzo zu, der in der Auslaufrunde die Landesflagge schwenkte. "Das war eines der verrücktesten Rennen in meinem Leben, aber auch eines der schönsten. Das gibt mir ein gutes Gefühl", lauten die ersten Worte von Sieger Lorenzo. "Ich hatte einen guten Start, wurde aber in Kurve zwei von ein paar Gegnern überholt. Simoncelli hat mir gar keinen Platz gelassen, aber ich bin ruhig geblieben. Ich bin konzentriert geblieben und konnte mich von Runde zu Runde steigern. Dann war es ein guter Kampf mit Casey. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg."

Von der Pole-Position aus setzte sich Stoner gleich an die Spitze, aber schlussendlich musste er sich Lorenzo geschlagen geben. "Das Motorrad hat sich schwierig verhalten. Gestern im Qualifying und im Training hat alles gut ausgesehen, aber wir wussten, dass wir weit davon entfernt sind, von dem wo wir sein wollten. Wir haben im Warmup alles versucht, aber keine gute Lösung gefunden. Im Rennen war es dann ähnlich. Wir konnten nicht die Rundenzeiten fahren, an die wir gedacht haben. Ansonsten hätten wir eine größere Lücke aufmachen können und Lorenzo hätte uns mit seinen Problemen vielleicht nicht eingeholt."

"Von da weg sah ich auf meiner Boxentafel immer den geringen Vorsprung, also habe ich so spät wie möglich gebremst, um die Jungs hinter mir zu halten. Wir haben einen ganz guten Job gemacht, denn wir konnten vom Rest des Feldes wegziehen. Jorge war heute einfach zu schnell und es war nur eine Frage der Zeit, wann er mich überholen würde. Gratulation an Jorge, er hat den WM-Titel und den Sieg verdient. Wir haben alles gegeben. Mein Dank geht an Ducati. Die letzten vier Jahre waren großartig."

Auf die rote Maschine wird bereits am kommenden Dienstag Valentino Rossi steigen, der sich ebenfalls von seiner erfolgreichen Zeit bei Yamaha verabschiedete. "Ich bin zufrieden mit dem Resultat. Das Podium ist toll für das letzte Rennen mit Yamaha. Für mich war es nach den schlechten Trainings ein gutes Rennen. Wir haben die Abstimmung stark verbessert. Leider ist mir der Start nicht gut gelungen."

"Ich konnte aber gut angreifen, denn ich hatte viel Grip. Deshalb sind mir auch schöne Überholmanöver gelungen. Als ich hinter Casey war, dachte ich, dass der Sieg möglich ist. Aber dann ist Jorge gekommen und er ist heute besser als alle anderen gefahren. Er hatte ein etwas besseres Tempo und hat den Sieg verdient."

"Leider habe ich so wie in Portugal gegen Rennende Kraft verloren. Es braucht viel Mühe, um das Motorrad zu verzögern, weshalb ich oft hinter Jorge und Casey von der Linie abgekommen bin. Deshalb habe ich etwas verlangsamt. Der dritte Platz ist ein gutes Resultat, um mich bei Yamaha zu bedanken. Die sieben Jahre waren eine großartige Erfahrung."

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