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Marco Melandri erlebte eine desaströse Saison mit der Ducati Desmosedici © Ducati

Dem ehemaligen Ducati-Werkspiloten Marco Melandri kommen die Probleme von Valentino Rossi auf der italienischen Maschine sehr bekannt vor

In den vergangenen Jahren konnte praktisch nur eine Ducati um Siege kämpfen, nämlich die von Casey Stoner. Marco Melandri kam 2008 mit der Desmosedici überhaupt nicht klar und beendete das Jahr auf Rang 17 der Gesamtwertung. Der Wechsel zu den Italienern war ein Desaster. Dann versuchte es Nicky Hayden, der ebenfalls seine Probleme hatte, sich aber langsam verbesserte. Am Ende seiner zweiten Saison mit den Roten kamen Podestplätze in Reichweite - von Siegen ist der Weltmeister von 2006 aber noch weit entfernt.

Nun nimmt sich Valentino Rossi der Ducati an. Von dem Ausnahmekönner werden Siege erwartet. Beim den ersten Tests in Valencia hatte der neunfache Weltmeister aber Rückstand und klassierte sich zum Abschluss auf Rang 15. Natürlich ging es bei dieser ersten Ausfahrt nicht um schnelle Rundenzeiten, sondern um das Bekanntmachen mit der neuen Maschine. Es wartet aber noch viel Arbeit auf Rossi und die Technikmannschaft rund um Filippo Preziosi.

Speziell die Front machte Probleme. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Stoner ist oft über das Vorderrad gestürzt. Melandri kommt die Situation bekannt vor: "Diesen Film habe ich schon gesehen", wird er von 'Motorsprint' zitiert. Der künftige Yamaha-Superbike-Pilot bestätigte, dass er die gleichen Schwierigkeiten wie Rossi hatte. Ducati hatte aber nicht auf sein Feedback gehört, denn er wollte massive Änderungen an der Maschine vornehmen. Die Italiener meinten aber, dass sie mit der Maschine den Titel geholt hatten, also lag es am Fahrstil.

Im Gegensatz zu damals glaubt Melandri, dass Ducati auf Rossis Meinung hören wird, denn er hat mehr politischen Einfluss. "Ich weiß nicht, ob sie es schaffen, die Situation zu ändern. Aber er hat den Willen es zu tun. Trotzdem bin ich nicht überzeugt, ob er es schaffen wird." Ein wichtiger Schritt für Rossi ist auch die Fitness, denn in Valencia ging ihm im Verlaufe des Tages schlicht die Kraft aus. Die verletzte Schulter ist aber bereits operiert und ein Rehabilitationsprogramm läuft demnächst an.

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