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Marc Márquez hat in Jerez seine ersten Moto2-Runden absolviert © Repsol

Am zweiten Testtag in Jerez stieg Marc Márquez erstmals auf eine Moto2-Maschine - Scott Redding nach einem Sturz im Krankenhaus

Am zweiten Tag in Jerez herrschten bessere Wetterbedingungen als noch am Vortag. Am Vormittag war die Strecke noch feucht, aber ab 12:00 Uhr gab es regen Fahrbetrieb auf dem spanischen Kurs. Suter-Testfahrer Damien Cudlin ging um 10:30 Uhr als erster Fahrer auf die Strecke und spulte insgesamt 48 Runden mit der Suter MVDS-Maschine ab, bei der ein Prototypen-Rahmen um einen Superbike-BMW-Motor gebaut ist. Es handelt sich dabei um einen ersten Vorgeschmack auf das MotoGP-Reglement ab 2012.

Auch Carmelo Morals drehte 15 Runden auf der Suter. Die Bestzeit des Tages ging allerdings an MotoGP-Neuling Karel Abraham, der sich weiter an die MotoGP-Ducati gewöhnte. Der Tscheche verlor einmal die Front der Desmosedici und ging zu Boden. Dabei wurde die Maschine in Mitleidenschaft gezogen, weshalb der Tscheche viel Zeit am Nachmittag verlor. Trotzdem ging der Valencia-Sieger noch einmal auf die Strecke und markierte in 1:41,6 Minuten die schnellste Zeit des Tages.

And er MotoGP-Front waren auch die beiden Ducati-Testpiloten Vittoriano Guareschi und Franco Battaini im Einsatz. Das Duo überprüfte die gesammelten Daten von Valentino Rossis erstem Test in Valencia und spielte mit verschiedenen Abstimmungsvarianten herum. Die Arbeit konzentrierte sich vor allem auf die Front der Ducati.

Insgesamt 16 Moto2-Fahrer nutzten die Gelegenheit, sich auf die neue Saison vorzubereiten. Julian Simon drehte mit einem 2011er Suter-Fahrwerk insgesamt 60 Runden und erzielte die gleiche Zeit wie der Schweizer Tom Lüthi, der ebenfalls mit dem Rahmen aus der Schweiz unterwegs war. Die beiden waren mit 1:43,8 Minuten die schnellsten Fahrer der versammelten Moto2-Fraktion.

Viele Augen waren auf das Debüt des 125er-Weltmeisters Márquez gerichtet, der insgesamt 46 Runden auf der 2010er Suter absolvierte und sich als 13. in die inoffizielle Zeitliste einreihte. Am verregneten Vortag wollte sein Monlau-Team keine Risiken eingehen, weshalb der Spanier erst heute das erste Mal Moto2-Luft schnupperte.

Auch andere Fahrer absolvierten am Donnerstag ihre ersten Runden in Jerez, darunter Kev Coughan. Der Schotte umrundete den Kurs auf seiner Maschine des Aeroport-Castello-Teams 51 Mal und wurde Letzter. Einen Rang davor fand sich Alex Baldolini wieder, der offiziell für Forward unterschrieben hat. MotoGP-Absteiger Aleix Expargaró kam auf eine persönliche Bestzeit von 1:44,6 Minuten und war damit knapp acht Zehntelsekunden langsamer als die Spitze. Sein Teamkollege Axel Pons kam auf 1:44,7 Minuten.

Für die große Schrecksekunde sorgte Scott Redding. Der Brite kam kurz nach 15:00 Uhr am Ausgang der letzten Kurve auf das Gras und wurde per Highsider abgeworfen. Er wurde für Untersuchungen sofort in ein Krankenhaus gebracht und kehrte nicht an die Strecke zurück. Ersten Informationen zu Folge ist der 17-Jährige mit Prellungen davon gekommen und hofft, dass er am Freitag auf die Suter-MotoGP-Maschine steigen kann.

Glimpflicher ging der Sturz von Mattia Pasini aus, der später am Nachmittag wieder fahren konnte. Ebenfalls Bekanntschaft mit der Moto2 machte Mika Kallio, der Teamkollege von Redding. Der Finne drehte 51 Runden und klassierte sich als 14. einen Rang hinter Márquez. Für FTR griff Valentine Debise in den Lenker, obwohl er noch keinen Vertag für das kommende Jahr hat.

Das BMW-Superbike-Team war ebenfalls vor Ort und absolvierte mit den Einsatzpiloten Troy Corser und Leon Haslam ihr Testprogramm. Letzterer kam gegen Ende des Tages im Kiesbett zu Sturz, doch der Ausrutscher war harmlos. Für Freitag ist wieder Regen angesagt.

Zeitenliste MotoGP:

Zeitenliste Moto2:

Zeitenliste Superbike:

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