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Valentino Rossi wird Anfang Februar erstmals mit der Ducati GP11 fahren © Ducati

Der Direktor von Ducati-Corse ist von den vielfältigen Fähigkeiten seines neuen Schützlings im Werksteam begeistert

Filippo Preziosi gilt nicht nur als geistiger Vater der erfolgreichen MotoGP-Rennmaschinen von Ducati. Der erfahrene Ingenieur war auch der Drahtzieher in der Verpflichtung von Superstar Valentino Rossi. Preziosis Beweggründe dafür waren recht simpel, werden doch die technischen Expertisen des siebenfachen MotoGP-Champions in der Szene als hochkarätig angesehen. Rossis Einstand bei Ducati übertraf dennoch alle Erwartungen von Preziosi.

"Valentinos Fähigkeiten waren uns nicht fremd", so der 42-jährige Italiener. "Es ist aber schier unglaublich in welch präziser Form er in der Lage ist, Aussagen zu machen. Es kam trotzdem überraschend, wie er es versteht seine Eindrücke vom Fahrverhalten des Motorrades vermitteln zu können. Eine MotoGP-Maschine ist ein überaus komplexes Kraftfahrzeug."

"Wie wir auch schon in der Vergangenheit gesagt haben, ist es nicht wirklich einfach es kennenzulernen, zu verstehen, es ist schwierig zu simulieren, und auch schwierig richtig zu beurteilen, obwohl uns dabei viele Sensoren behilflich sind. Letztendlich ist aber der Pilot jenes Element, der uns fundamentale Hinweise gibt."

"Bei der Entwicklung einer Rennmaschine sind daher die Informationen des Piloten von immenser Bedeutung", so Preziosi weiter. "Die Sorgfalt in der Analyse macht bei Valentino den Unterschied aus. Wir haben das erwartet, weil uns das einige Techniker zuvor schon erzählt haben, die in der Vergangenheit mit ihm zusammen gearbeitet haben. Aber Valentino hat diesbezüglich unsere Erwartungen bei weitem übertroffen." Den Ducati-Direktor fasziniert aber auch, wie es Rossi versteht stets eine positive Stimmung in seinem Umfeld zu schaffen.

"Am meisten beeindruckt mich aber sein Geschick, indem er es immer schafft ein positives Umfeld um ihn herum zu haben", sagt Preziosi. "Das habe ich eigentlich so mit der Ankunft eines neunfachen Weltmeisters, sieben davon hat er in der höchsten Klasse gewonnen, nicht erwartet. Ich vermutete etwas mehr Distanz von den Leuten um ihn. Aber in Wirklichkeit hat er gleich für eine extrem positive Stimmung gesorgt."

"Mich beeindruckt auch seine Art, wie er Änderungen beurteilt, die eigentlich keinen Fortschritt bewirken. Es ist kaum zu beschreiben, wie es Valentino versteht, daraus auch das Positive zu vermitteln. Und er gibt auch exakte Vorgaben für spezifische Tests, die er selbst nicht absolviert."

"Aber nicht nur deswegen ist der Enthusiasmus innerhalb von Ducati ins unermessliche gestiegen. Valentino ist auch ein Meister in der Kommunikation. Er weiß genau, wann Scherze angebracht sind und er ist aber auch nicht zu sehr in seine Arbeit verbohrt. Sich mit ihm zu unterhalten, egal über welches Thema, ist immer eine Freude."

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