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Jorge Lorenzo traut sich die Rolle als Entwicklungsfahrer bei Yamaha zu © Yamaha

MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo sieht sich nach Valentino Rossis Abgang zu Ducati bei Yamaha nicht stärker unter Druck

Anfang Februar beginnen in Sepang die offiziellen Testfahrten der Stammfahrer in der MotoGP. Weltmeister Jorge Lorenzo kommt dann eine neue Aufgabe zu, denn nach Valentino Rossis Wechsel zu Ducati ist der junge Spanier ab sofort der klare Nummer-eins-Fahrer im Yamaha-Werksteam. Lorenzos neuer Teamkollege Ben Spies steht in seiner zweiten vollen MotoGP-Saison vor einem weiteren Lehrjahr in der "Königsklasse".

Lorenzo fühlt sich für seine neue Rolle innerhalb des Teams bereit. "Ich habe ständig von Rossi gelernt", sagte der Mallorquiner bei seinem jüngsten Auftritt in Indonesien. "Ich bin ein Perfektionist mit einem Auge fürs Detail - ganz so wie er [Rossi; Anm. d. Red.], wenn es um die Entwicklung des Motorrads geht."

Für den Champion liegt auf der Hand, in welchen Bereichen die Yamaha M1 verbessert werden muss: "Grundsätzlich benötigen wir in diesem Jahr mehr Leistung und eine bessere Beschleunigung." Zusätzlichen Druck verspürt Lorenzo allerdings nicht. Er sei mit bislang Erreichten zufrieden. "Sollte ich keine weiteren Titel gewinnen, werde ich immer noch glücklich sein. Gewinne ich noch mehr, bin ich glücklicher."

Seinen Hauptkonkurrenten im Kampf um den WM-Titel sieht Lorenzo in Casey Stoner. Der Australier habe bei seinem ersten Test für Honda in Valencia beeindruckende Rundenzeiten abgeliefert. Inwieweit Rossi mit Ducati um Siege wird mitfahren können, sei derzeit aber noch nicht zu beurteilen. "Er ist ein großartiger Sportsmann, hat ein gutes Image, hat neun WM-Titel gewonnen, ist wirklich talentiert und in der Lage, mit Ducati zu gewinnen." Es sei aber zu bedenken, dass Ducati bislang ausschließlich mit Stoner erfolgreich gewesen sei.

Der erste Grand Prix der Saison steht Mitte März in Katar auf dem Programm. Wie sich das Kräfteverhältnis dann darstellen wird, sei vorher unmöglich vorherzusagen. "Niemand weiß, was in Katar passieren wird. Das Nachtrennen ist wunderschön, aber anders. Vielleicht wird der Katar-Sieger ein anderer Fahrer sein - weder ich noch Casey", sagte Lorenzo.

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