vergrößernverkleinern
Casey Stoner fuhr auch am Donnerstag der Konkurrenz auf und davon © Repsol

Das Honda-Werksteam fährt bei den Tests in Sepang in seiner eigenen Liga - Casey Stoner stellt am Donnerstag neuen Rundenrekord auf

Nach sechs von insgesamt acht Testtagen in Vorbereitung auf die kommende MotoGP-Saison ist die Favoritenfrage geklärt. Mit seinen drei Tagesbestzeiten in dieser Woche unterstrich Casey Stoner seine Ambitionen, in diesem Jahr seinen zweite Weltmeisterschaft nach 2007 gewinnen zu wollen. Sein Teamkollege Dani Pedrosa war an allen drei Tagen nur minimal langsamer, doch die Rollenverteilung bei HRC scheint vorerst klar: Stoner ist die neue Nummer eins bei Honda.

Dem dritten Werksfahrer im Bunde, Andrea Dovizioso, blieb bislang nur die Rolle des Statisten - wobei der Italiener damit immer noch ein Kandidat für Podiumsplätze bleibt, fuhr Honda doch in Malaysia erneut in seiner eigenen Liga. Yamaha scheint mindestens eine halbe Sekunde zur Spitze zu fehlen, Ducati und Suzuki waren durchschnittlich wenigstens eine Sekunde von Stoner und Co. entfernt.

Am Donnerstag begannen praktisch alle Piloten den Testtag mit einer virtuellen Qualifying-Session. Innerhalb der ersten Dreiviertelstunde am Vormittag, als der Asphalt noch deutlich unter 40 Grad Celsius warm war, bemühten sich die Fahrer um die eine schnelle Rundenzeit, die im Tagesresultat den Ausschlag geben würde. Sobald die Temperaturen im Laufe des Tages steigen, steigen in der Regel auch die Rundenzeiten auf dem Sepang International Circuit.

Stoner unterbot bereits in seiner ersten fliegenden Runde seine Bestzeit vom Mittwoch. In der zweiten Runden pulverisierte er schließlich den ein Tag alten Rundenrekord und setzte sich mit einer Zeit von 1:59.665 Minuten an die Spitze der Zeitenliste. Pedrosa versuchte wenig später zu kontern, doch der Spanier war bei seinem Versuch über eine Zehntelsekunde langsamer (1:59.803). Für Dovizioso reichte es "nur" zu Platz vier (2:00.541), einen Rang hinter Honda-Markenkollege Marco Simoncelli vom Gresini-Team (2:00.163).

Stoner hat Chassis-Wahl getroffen

Den Rest des Tages verbrachte Stoner mit Arbeiten am Motormanagement und dem abschließenden Vergleich der beiden HRC-Chassis und der Frage, welches er beim Saisonstart in Katar verwenden wird. "Wir hatten einen guten Tag und ich bin froh, dass wir uns entschieden haben, welches Chassis wir in dieser Saison verwenden werden", sagte der Australier.

Stoner ist froh, dass er zum abschließenden Test in Katar mit zwei baugleichen Rahmen reisen wird und sich dort dem Feintuning widmen kann. "Wir haben außerdem verschiedene Elektronik-Einstellungen in Sachen Motorbremse ausprobiert und in einigen Bereichen Verbesserungen erzielt. Ich fühle mich auf der RC212V immer wohler und kann es kaum abwarten, nach Katar zu reisen", meinte Stoner.

Pedrosa verschob seine Entscheidung, welches Chassis er beim Saisonstart verwenden wird, dagegen auf den abschließenden Test in Katar. "Ich reise zufrieden aus Sepang ab. Ich habe hier mehr oder weniger gleich viel Zeit mit dem letztjährigen Chassis und dem modifizierten 2011er-Rahmen verbracht. Meine beste Rundenzeit kam mit der 2011er-Version zustande. Aber es wird gut sein, das in Katar noch einmal zu checken und sich dann abschließend zu entscheiden", sagte der Spanier.

Angesichts der Überlegenheit seiner beiden Teamkollegen verwundert es nicht, dass Dovizioso am Donnerstag nicht ganz so gut gelaunt war. "Nach der Rennsimulation sind wir auf ein Problem am Vorderrad gestoßen, dass ich schon 2009 bei ein paar Rennen gehabt habe. Nach ein paar Runden habe ich mitten in der Kurve an Grip verloren", erklärte der Italiener.

"Wir müssen herausfinden, was dieses Problem verursacht hat, da es dann aufgetaucht war, als wir fünf Liter zusätzlichen Sprit nachgefüllt hatten", fuhr Dovizioso fort. "Ich habe das Gefühl, dass ich ohne das Problem am Vorderrad dazu in der Lage gewesen wäre, die selben Rundenzeiten wie Dani und Casey zu fahren. Darüber bin ich glücklich."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel