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Ben Spies: Die Werks-Yamaha kommt deutlich schneller auf Topzeiten © Yamaha

Ben Spies ist überzeugt, im Werksteam eine der wenigen Schwächen seiner Debütsaison ablegen zu können: Das mangelnde Tempo in den ersten Rennrunden

Ben Spies ist im Zuge der ersten Testfahrten auf der Werks-Yamaha bereits zu einer entscheidenden Erkenntnis gelangt, die ihn ab sofort deutlich ruhiger schlafen lassen dürfte. Während in seiner Rookie-Saison 2010 auf der Kunden-Yamaha von Tech 3 die ersten Runden eines Rennens eine der wenigen Achillesfersen des US-Amerikaners waren, so sieht er diesbezüglich mit der Werksmaschine keine Probleme auf sich zukommen.

Gegen Rennende gehörte der MotoGP-Neuling bereits im vergangenen Jahr regelmäßig zu den Schnellsten im Feld - vor allem in der zweiten Saisonhälfte. Deutlich mehr zu schaffen machten ihm jedoch die Anfangsrunden, da ihm die kalten Reifen auf dem Kundenbike nicht sofort das nötige Vertrauen einflößten.

Für die MotoGP-Saison 2011 sieht Spies in dieser Hinsicht keine Hürde mehr. "In diesem Bereich habe ich mich seit dem letzten Jahr definitiv verbessert", urteilt Spies gegenüber 'Crash.net'. Den noch größeren Unterschied zur Saison 2010 sieht er allerdings im Material. Mit der Werksmaschine des Jahrgangs 2011 fällt es ihm deutlich leichter, direkt ans Limit zu gehen. Dies wurde bereits während der ersten Tests auf seinem neuen Arbeitsgerät deutlich.

Der Unterschied ist offenbar so groß, dass sich Spies zu der Aussage hinreißen lässt: "Wenn ich in meiner ersten Saison schon mit diesem Bike unterwegs gewesen wäre, dann hätte ich in den ersten fünf Runden eines Rennens nicht so viel Zeit verloren." Im Nachhinein glaubt der US-Boy, selbst gar nicht so viel falsch gemacht zu haben. "Ich bin keineswegs verbittert darüber. Jetzt weiß ich, dass ich nicht sonderlich viel mehr hätte tun können."

Nach Meinung von Spies war es unterm Strich einfach das Paket, das es in der Anfangsphase nicht zuließ, voll zu attackieren. "Nach den jüngsten Tests weiß ich, dass ich daran weitaus weniger arbeiten muss, als ich dachte", so der diesjährige Teamkollege von Weltmeister Jorge Lorenzo.

Die Voraussetzungen sind also vorhanden, seine für einen Rookie ohnehin schon eindrucksvolle Bilanz des Vorjahres - zwei Podiumsplatzierungen und eine Pole Position - in diesem Jahr noch zu verbessern. Als erklärtes Saisonziel gab der US-Amerikaner im Rahmen der Vorstellung der neuen Yamaha YZR-M1 offiziell aus, in diesem Jahr regelmäßig um Podiumsplätze mitkämpfen zu wollen. Sollte am Ende der Saison mehr dabei herausspringen, wäre es allerdings nicht das erste Mal, dass Spies die in ihn gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt hat.

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