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Rote Flagge: Die Veranstalter von Motegi winken ab und verschieben den Event © xpb.cc

Die Organisatoren haben sich zu einer Entscheidung durchgerungen: Der Japan-Event der MotoGP wird nicht im April 2011 stattfinden, sondern verschoben

Die MotoGP wird ihren geplanten Japan-Termin im April 2011 nicht wahrnehmen. Dies bestätigt ein Sprecher des Motorrad-Weltverbandes (FIM) gegenüber 'AP'. Das Gastspiel von MotoGP, Moto2 und 125er-Klasse wird demnach zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Im Raum steht die Ausrichtung des Rennevents am 2. Oktober 2011, denn der Rennkalender würde eine solche Lösung hergeben.

Notwendig wurde die Verschiebung aufgrund einer Naturkatastrophe vor der Ostküste Japans. Vor wenigen Tagen hatte ein heftiges Erdbeben die Region heimgesucht und überaus große Zerstörungen hervorgerufen. Die Rennstrecke in Motegi trug zwar nur vergleichsweise geringe Schäden davon, doch die japanischen Organisatoren sahen trotzdem von einer Durchführung des MotoGP-Events ab.

Ein solches Szenario hatte Dorna-Chef Carmelo Ezpelata bereits zu Beginn dieser Woche in der 'AS' angedeutet. Man wolle den Veranstaltern bei der Planung die größtmöglichen Freiheiten lassen, hatte Ezpeleta betont. Die Entscheidung über Austragung, Verschiebung oder Absage des Wochenendes legte das Dorna-Oberhaupt in die Hände der japanischen Funktionäre. Diese wählten den Mittelweg.

In der jüngeren Geschichte ist es übrigens bereits das zweite Mal, dass der Japan-Event der MotoGP nicht plangemäß durchgeführt werden kann - und das nun schon im zweiten Jahr in Folge. 2010 verzichtete die Motorrad-WM nach dem Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull auf Island und der dichten Aschewolke auf ihre Rennreise - in Europa war nämlich der Flugverkehr zum Erliegen gekommen.

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