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Casey Stoner fuhr mit Abstand die Bestzeit im ersten Freien Training heraus © Repsol

Casey Stoner legt im ersten Freien Training in Katar klar das Tempo vor - Hector Barbera überrascht mit dem starken dritten Rang

Bei perfekten Bedingungen startete die MotoGP das erste offizielle Training der neuen Saison. Unter Flutlicht bestätigten sich die Ergebnisse der Wintertestfahrten, denn Honda bestimmte klar das Tempo. Casey Stoner zeigte auch auf seinem neuen Werksmaterial, dass er aus dem Stand heraus Topzeiten fahren kann. Bereits nach zehn Minuten blieb der Australier unter 1:56 Minuten und distanzierte die Konkurrenz um bis zu zwei Sekunden.

Im Verlaufe des ersten Trainings schrumpfte sein Vorsprung zwar, doch unter dem Strich hatte der Weltmeister von 2007 in 1:55.752 Minuten klar die Bestzeit inne. Teamkollege Dani Pedrosa hatte auf dem zweiten Platz bereits 0,610 Sekunden Rückstand. Dahinter lagen die Zeiten eng beisammen.

Eine positive Überraschung lieferte Hector Barbera ab. Der Aspar-Pilot fuhr die drittschnellste Runde und ließ zahlreiche Werkspiloten hinter sich. Damit war der Spanier der beste Ducati-Fahrer, noch vor Superstar Valentino Rossi. Der Italiener war im Trainingsverlauf die meiste Zeit um Platz zehn zu finden. In der letzten Runde schaffte der neunfache Weltmeister noch eine Verbesserung und schob sich auf Platz fünf. Sein Rückstand auf Stoner betrug 0,727 Sekunden.

Zwischen die beiden Ducati-Piloten schob sich Marco Simoncelli mit der Gresini-Honda. Mittelprächtig lief der Auftakt für die Yamaha-Werkspiloten Ben Spies (6./+0,741 Sekunden) und Jorge Lorenzo (7./+0,834). Die beiden feilten weiter an der Abstimmung, doch bei jeder Zwischenzeit verloren sie kontinuierlich Zeit.

De Puniet in den Top 10

Wie bereits an den beiden Testtagen konnte Andrea Dovizioso nicht das Tempo seiner Teamkollegen an der Spitze mitgehen. Auf Platz acht fehlten dem Italiener 0,840 Sekunden. Damit war er der letzte Pilot innerhalb einer Sekunde zu Stoner. Der Franzose Randy de Puniet (Ducati) setzte seine Form vom vergangenen Test-Montag mit dem neunten Platz fort. Routinier Colin Edwards (Yamaha) war mit 20 Runden der fleißigste Fahrer und komplettierte die Top 10.

Nicht in Szene setzen konnte sich Nicky Hayden auf der zweiten Werks-Ducati. Um über vier Zehntelsekunden hängte Rossi den US-Amerikaner ab. Auf den Weltmeister von 2006 wartet noch einige Arbeit. Hiroshi Aoyama konnte ebenfalls nicht die Rundenzeit seines Teamkollegen Simoncelli fahren. Als Zwölfter lag der Japaner einen Platz hinter Hayden.

Im letzten Drittel des Feldes waren die üblichen Verdächtigen zu finden. Loris Capirossi (Ducati) kämpft weiterhin mit dem Vertrauen zum Vorderrad seiner Ducati. Mit 1,6 Sekunden Rückstand auf Stoner landete der Routinier an der 13. Stelle, dicht gefolgt von Cal Crutchlow auf der Tech-3-Yamaha.

Das Rookie-Duell mit Karel Abraham (Ducati) gewann der Brite deutlich. Knapp vier Zehntel fehlten dem Tschechen auf Crutchlow. Schlecht lief es für Alvaro Bautista. Am letzten Testtag vor wenigen Tagen war der Suzuki-Pilot bei hohem Tempo gestürzt. Beim Trainingsauftakt konnte der Spanier nicht an seine guten Leistungen von vor dem Unfall anknüpfen. Somit landete er abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. Schlusslicht war einmal mehr Moto2-Weltmeister Toni Elias (Honda).

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