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Der neunmalige Weltmeister Valentino Rossi hat in Italien eine große Fangemeinde © getty

Vor dem Auftakt in Katar blühen bei den Fans große Träume. Doch der "Dottore" hat noch zu kämpfen - nicht nur mit der Ducati.

Doha/Köln - Der "Dottore" startet seine neue Ducati erst am Sonntag, doch die Tifosi laufen schon heiß.

In seinem Heimatort Tavullia rüstet der "Valentino Rossi Fanklub" zur großen Feier, das Rossi-Fieber steigt merklich.

"Valentino und Ducati, das ist das perfekt italienische Paar. Wir träumen von Erfolgen wie in den Zeiten von Giacomo Agostini und seiner MV Agusta", sagt ein treuer Rossi-Fan vor dem Auftakt der WM-Saison beim Nachtrennen in Katar (So, ab 19.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Ein Megabildschirm wird in Tavullia aufgestellt, niemand soll auch nur eine Runde des neunmaligen Weltmeisters in der MotoGP-Klasse verpassen.

"Aufgeregt wie am ersten Schultag"

Auch bei Valentino Rossi nimmt die Anspannung zu. "Ich bin aufgeregt wie am ersten Schultag", sagt der Meister aller Klassen, der Überfahrer der Szene, der "Schumi" auf zwei Rädern. Dabei ist es für den 32-Jährigen bereits seine 16. Saison.

Aber, so sagt der Superstar, "dieses Jahr bin ich noch aufgeregter, weil ich mit einem neuen Motorrad und einem neuen Team starte.

Doch ist die "Traumehe" für Rossi bisher schwierig verlaufen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

"Desmosedici" und Schulter machen Probleme

Die widerspenstige "Desmosedici" kommt nicht so recht ins Laufen, außerdem macht weiterhin seine Schulter Probleme. Der "Dottore" startet nach seinem Abschied von Yamaha mit mehr Fragen als Antworten in die neue Saison.

"Wir müssen Lösungen finden, um schneller zu werden. Die Schulter ist nicht das einzige Problem", stellt Rossi klar.

Rossi dämpft bewusst die Erwartungen, und das aus gutem Grund. Der Italiener konnte bei den Testfahrten nicht mithalten, stattdessen klagte er über Schmerzen und Kraftlosigkeit.

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Blitz-Comeback nach Schienbeinbruch

Rossi muss kämpfen, nicht nur mit der schwer beherrschbaren Ducati, sondern auch mit seinem Körper. Dass er das kann, hat er erst im vergangenen Jahr bewiesen.

Nur sechs Wochen nach einem schweren Sturz bei einem Moto-Cross-Training, der einen offenen Schienbeinbruch zur Folge hatte, gab Rossi auf dem Sachsenring sein Comeback. Der Star der Szene quälte sich allerdings durch die restliche Saison, zum angekündigten Angriff auf die WM-Krone kam es nicht mehr.

Vor der neuen Saison hält sich Rossi nicht zuletzt wegen dieser Erfahrung zurück, an den zehnten Titel ist im Moment nicht zu denken.

"Auch wenn wir uns am Sonntag noch nicht in Bestform präsentieren, wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben", entschuldigt sich Rossi sicherheitshalber schon einmal vor dem mit Spannung erwarteten Start unter Flutlicht.

Im Schatten von Stoner

Rossi weiß, dass er vor einer großen Herausforderung steht, bislang hat lediglich Casey Stoner vor vier Jahren mit der Ducati den Titel geholt.

Der Erfolg war ein Meilenstein für die stolzen Italiener, ein Triumph des Nationalhelden würde das aber sicherlich noch einmal um Längen übertreffen.

Titel als Karriere-Krönung

Auch für Rossi geht es in diesem Jahr um mehr als Trophäe Nummer zehn.

Ein Sieg mit der störrischen Ducati wäre für den Motorrad-Star nach neun Titeln in vier verschiedenen Klassen und mit drei unterschiedlichen Fabrikaten die Krönung seiner Karriere.

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