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Ausrufezeichen: Casey Stoner unterbot Dani Pedrosas Bestzeit kurz vor Schluss © Repsol

Das Honda-Werksteam dominiert das Geschehen in Katar - Alvaro Bautista stürzt schwer und verletzt sich am linken Bein

Casey Stoner hat im dritten Freien Training zum Grand Prix von Katar seine Favoritenrolle weiter untermauert. Der Australier sicherte sich kurz vor Ende der 45-minütigen Session am Freitagabend die Tagesbestzeit (1:55.035 Minuten) und verdrängte damit seinen Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa von der Spitze, der seine persönliche Bestzeit in seiner sechsten von insgesamt 18 Runden aufstellte (1:55.193). Andrea Dovizioso machte als Dritter das Ergebnis aus HRC-Sicht perfekt (1:55.740).

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als würde Pedrosa im dritten Training zum ersten Mal aus dem Schatten seines scheinbar übermächtigen Teamkollegen Stoner heraustreten. Doch der Honda-Neuzugang, der auf dem 5,4 Kilometer langen Losail International Circuit traditionell gut zurechtkommt, rückte die Verhältnisse innerhalb der Honda-Werksmannschaft aus seiner Sicht kurz vor Schluss wieder zurecht.

Hinter dem Honda-Trio reihten sich die beiden Yamaha-Werksfahrer Jorge Lorenzo (4./1:55.814) und Ben Spies (5./1:56.003) ein. Der am Freitagabend schnellste Ducati-Pilot Hector Barbera hatte an sechster Position schon über eine Sekunde Rückstand auf den Spitzenreiter (1:56.266). Sollte sich der Trend der Freien Trainings in Qualifying und Rennen fortsetzen, kann also allenfalls das Yamaha-Duo im Kampf um die Podiumsplätze eingreifen, den ansonsten die Honda-Fahrer unter sich ausmachen werden.

Valentino Rossi gelang in letzter Sekunde eine neue persönliche Bestzeit an diesem Wochenende (1:56.306), die den neunmaligen Weltmeister immerhin knapp vor das Pramac-Duo Randy de Puniet (9./1:56.362) und Loris Capirossi (10./1:56.434) brachte. Der siebtplatzierte Colin Edwards (1:56.302) schaffte es hingegen nicht, seine persönliche Bestzeit aus dem zweiten Freien Training zu unterbieten.

Bautista schwer gestürzt

Auffällig weit hinten tummelten sich die beiden Gresini-Honda-Piloten Hiroshi Aoyama (12./1:56.517) und Marco Simoncelli (13./1:56.540). Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Abstand zwischen dem sechstplatzierten Barbera und Nicky Hayden auf Position 14 nur rund drei Zehntelsekunden betrug.

Für den einzig nennenswerten Zwischenfall sorgte zehn Minuten vor Schluss Alvaro Bautista. Der Suzuki-Pilot wurde in Kurve 15 von seiner GSV-R geworfen und landete unsanft in der asphaltierten Auslaufzone. Der Spanier lag anschließend minutenlang auf dem Boden und hielt sich kopfschüttelnd den linken Oberschenkel. Bautista musste von umgehend herbeigeeilten den Streckenposten auf einer Trage hinter die Absperrungen gehievt werden. Ob der einzige Suzuki-Pilot am Samstag an der Qualifikation teilnehmen kann, ist angesichts dieses Zwischenfalls fraglich.

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