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Moto2-Champion Toni Elias war in Katar klar der langsamste Pilot © Honda

Moto2-Weltmeister Toni Elias hat beim Auftakt in Katar auf ganzer Linie enttäuscht - Teamchef Lucio Cechinello bleibt optimistisch, ist aber ratlos

Das MotoGP-Comeback von Toni Elias ist bisher mehr als negativ verlaufen. Seit den ersten Testfahrten war der amtierende Moto2-Champion meist an der letzten Stelle zu finden. In Katar war der Spanier in jedem Training Letzter und wäre auf diesem Platz auch ins Ziel gekommen, wenn er nicht gestürzt wäre. Bisher klagte der 27-Jährige darüber, dass er noch keine brauchbare Abstimmung für die Honda gefunden hat.

Speziell der Hinterreifen kommt nur langsam auf Temperatur. Daher mangelt es hinten an Grip und Elias fehlt das Vertrauen. Doch wo liegen die Probleme? Elias kann Motorradfahren, das hat er schon oft genug unter Beweis gestellt. Die Honda ist eine sehr gute Maschine, wie die übrigen Piloten mit der RC212V zeigen. Auch das LCR-Honda-Team ist gut. Im vergangenen Jahr konnte Randy de Puniet bis zu seinem Beinbruch auf dem Sachsenring mehrmals in die zweite Startreihe fahren.

"Wir wissen immer noch nicht genau, was da passiert ist", wird Teamchef Lucio Cecchinello von 'GPone.com' zitiert. "Die Telemetrie zeigt nur, dass er sehr hart gebremst hat, aber das Vorderrad hätte nicht blockieren dürfen." Der Sturz war der negative Höhepunkt des verkorksten Wochenendes. Alarmierender waren hingegen die Rundenzeiten.

Rookie Karel Abraham war auf der Ducati konstant um bis zu einer halben Sekunde schneller. Bis zum Sturz war der Tscheche dem Moto2-Weltmeister um bis zu 15 Sekunden davongefahren. Elias ist konstant Runden in 1:58 Minuten gefahren. Zum Vergleich umrundete Moto2-Sieger Stefan Bradl den Losail-Kurs in 2:01 Minuten.

"Wir haben an der Vorderradaufhängung Modifikationen vorgenommen, um ihm zu helfen, aber nichts hat bisher eine Verbesserung gebracht", ist Teamchef Cecchinello ratlos. "Trotzdem sind wir für Jerez optimistisch. HRC lässt uns auch nicht alleine und arbeitet hart an der Lösung. Sie haben uns ein anderes Chassis gegeben."

In Jerez hat Elias im vergangenen Jahr das Moto2-Rennen gewonnen und wurde von den Fans gefeiert.

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