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Das Honda-Trio am Freitag: Stoner und Pedrosa top, Dovizioso unzufrieden © Honda

Das Honda-Werksteam liefert am ersten Trainingstag in Jerez eine dominante Vorstellung ab - Casey Stoner und Dani Pedrosa mit Bestzeiten am Freitag

Honda scheint in Jerez genau dort weitermachen zu können, wo das Team beim Saisonauftakt in Katar aufgehört hat. Casey Stoner und Dani Pedrosa lieferten sich in beiden Freien Trainingssitzungen am Freitag einen munteren Schlagabtausch an der Spitze des Klassements und waren dabei die einzigen Fahrer, die unter 1:40 Minuten geblieben sind. Am Vormittag behielt der Australier die Oberhand, am Nachmittag war Pedrosa minimal schneller. In der Gesamtwertung des Tages hatte allerdings Stoner die Nase vorn.

"Die erste Session ist gut gelaufen und ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Motorrad", sagt Stoner. "Wir haben versucht, das im Nachmittagstraining zu wiederholen, aber die Bedingungen waren nicht perfekt - es war ziemlich windig. Anscheinend kann man hier etwas weicher fahren als in der Vergangenheit, aber es ist schade, dass das Wetter nicht besser war, denn sonst hätten wir länger am Setup arbeiten können."

"Beider Motorräder, die wir ausprobiert haben, haben gut funktioniert, und wir machen morgen dort weiter", fuhr der Australier fort. "Das Gripniveau scheint hier nicht so hoch zu sein. Mir scheint, dass hier jeder damit zu kämpfen hat. Dies ist also ein weiterer Bereich, an dem wir morgen bis zur Qualifikation arbeiten müssen."

Pedrosa zog in Bezug auf die Honda RC212V und die äußeren Bedingungen in Jerez ein ähnliches Fazit wie Stoner. Viel entscheidender ist für den Spanier jedoch der Zustand seines verletzten Armes. "Ich habe hier die selben Probleme wie in Katar, denn die Situation hat sich nicht verändert. Aber ich kann nichts tun, um mich besser zu fühlen, deshalb konzentriere ich mich so gut wie es geht aufs Fahren. Ich fahre kurze Stints, denn das ist besser für mich", erklärte der Spanier.

Andrea Dovizioso konnte am Freitag nicht mit seinen beiden überlegenen Teamkollegen mithalten. Der Italiener war in der schnelleren Vormittagssession über acht Zehntelsekunden langsamer als das Duo an der Spitze. "Es war ein schwieriger Tag", gab Dovizioso zu. "Heute Morgen bin ich auf meiner allerletzten Runde gestürzt, weil mir in Kurve elf ohne Vorwarnung das Vorderrad weggerutscht ist. Der Sturz an sich war nicht so schlimm, aber der Wind am Nachmittag hat alles verschlimmert."

"Ich denke, dass das zweite Training darunter gelitten hat, denn im Endeffekt habe ich das Gefühl für das Vorderrad verloren", meinte Dovizioso, der am Nachmittag nur auf Platz zwölf landete. "Ich konnte nicht so fahren, wie ich es sonst kann. Das ist kein angenehmes Gefühl, aber es bringt nichts, sich darüber zu beschweren. Wir müssen weiterarbeiten."

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