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Comeback: John Hopkins kämpfte am Sonntag lange Zeit um den achten Platz © Suzuki

John Hopkins fährt bei seinem ersten Grand Prix seit 2008 auf Anhieb in die Top 10 - Der Suzuki-Pilot profitiert von zahlreichen Stürzen im Regen von Jerez

John Hopkins ist bei seinem MotoGP-Comeback in Jerez als Zehnter ins Ziel gekommen. Der US-Amerikaner, der beim Grand Prix von Spanien der verletzten Alvaro Bautista bei Suzuki ersetzte, überstand das Regenrennen am Sonntagnachmittag als einer der Wenigen ohne Sturz und holte somit für sein Team vor 123.750 begeisterten Fans die ersten WM-Zähler in dieser Saison.

"Ich bin dort angekommen, wo ich hinwollte - ich wollte auf jeden Fall in die Top 10", sagte Hopkins. "Das war das Ziel an diesem Wochenende, auch wenn ich mich am Freitag gefragt habe, ob es auch Wirklichkeit wird. Wir haben vom ersten Training an gepusht und Stück für Stück daran gearbeitet, die Rundenzeiten zu verbessern und den Job so professionell wie möglich anzugehen."

Hopkins wollte zu Beginn des Rennens möglichst viele Plätze auf einmal gutmachen, kam dann aber nach ein paar Fahrfehlern auf der regennassen Fahrbahn etwas aus dem Tritt. "Es hat da in Kurve drei einen gefährlichen Moment gegeben, als ich das Heck verloren habe und auf den lackierte Fahrbahnrand gekommen bin. Das Bike war um 90 Grad unter mir verdreht. Ich habe es aber aufrecht halten können."

Anschließend befand sich der Suzuki-Pilot lange Zeit in einer Kampfgruppe um Platz acht. "Doch dann haben die Reifen plötzlich stark nachgelassen", meinte Hopkins. "Dies war das erste Mal im Nassen für mich auf einem MotoGP-Bike seit geraumer Zeit, zudem bin ich noch nie mit Bridgestone-Regenreifen gefahren. Deshalb hatten wir die Elektronik nicht komplett richtig eingestellt, wodurch ich die Reifen am Anfang zu stark beansprucht habe."

Hopkins bedankt sich beim Team

Der Ersatzpilot entschloss sich dazu, sein Tempo etwas zu verringern, um seine Zielankunft nicht zu gefährden. Platz zehn war schließlich die Belohnung. "Es war ein tolles Wochenende und ich bin Suzuki so dankbar, dass sie mir diese großartige Gelegenheit gegeben haben. Es war großartig und ich habe es wirklich genossen. Schon jeden wieder im Fahrerlager wiederzusehen, war super", sagte Hopkins.

Bautista möchte beim kommenden Rennen in Portugal wieder mit von der Partie sein. Wer den Spanier ersetzen würde, falls dieser Ende April doch noch nicht bereit ist, steht indes noch nicht fest. "Hoffentlich wird man mich hier in Zukunft öfter sehen, aber ab jetzt konzentriere ich mich erstmal auf die Britische Superbike-Meisterschaft und warte ab, was passiert", meinte Hopkins dazu.

Teammanager Paul Denning lobte die Leistung seines Ersatzfahrers in den höchsten Tönen. "John hat gestern zu mir gesagt, dass ein Top-10-Ergebnis ein Traumresultat wäre. Das geschafft zu haben, war wohlverdient. Er hat an diesem Wochenende keinen Fehler gemacht und sowohl sein eigenes Potenzial als auch das der GSV-R gezeigt. Das Rennen selbst war verrückt. Das Motorrad im letzten Renndrittel auf der Strecke zu halten, war eine Leistung für sich", sagte Denning.

Der verletzte Bautista war am Samstag und Sonntag ebenfalls in Jerez, um das Suzuki-Team zu unterstützen. "Wir wissen seinen Einsatz, von Madrid extra hierher zu fahren, wirklich zu schätzen", meinte der Teammanager. "Er sieht gut aus und seine Genesung verläuft gut. Wir hoffen, dass wir so schnell wie möglich verkünden können, wie unsere Pläne für die kommenden beiden Rennen aussehen."

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