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Nicky Hayden und Valentino Rossi machten in Estoril einige Fortschritte mit der GP11 © Ducati

Nicky Hayden und Valentino Rossi beschäftigten sich beim Test in Estoril mit vielen Neuerungen, der Rückstand auf die Konkurrenz blieb aber bestehen

Die beiden Ducati-Fahrer Nicky Hayden und Valentino Rossi nutzten den MotoGP-Testtag in Estoril, um ihre GP11 an vielen Stellen zu optimieren. Ein neues Chassis soll dem US-Amerikaner und seinem italienischen Teamkollegen schon ab Le Mans bessere Ergebnisse bescheren, ein Update beim Motor steht ebenfalls bereits Gewehr bei Fuß. Nur der Rückstand nach vorne blieb bestehen.

"Alles, was die Ducati-Techniker an die Strecke brachten, funktionierte. Wir sind auf dem richtigen Weg", gibt Rossi nach dem Probetag in Portugal zu Protokoll. "Nun müssen wir weiter daran arbeiten, doch dieser Test verschafft uns Zuversicht. Es war ein positiver Test, denn die neuen Updates erwiesen sich auf Anhieb als Fortschritt. Das Bike reagierte besser auf Veränderungen an der Front."

Rossi macht einige Fortschritte aus

"Das macht es einfacher, an einem Setup zu arbeiten, das mir mehr entgegen kommt", erläutert der ehemalige MotoGP-Weltmeister. "All dies fiel mir schon bei meiner ersten Ausfahrt mit dem Motorrad auf. Im Verlauf der Stunden konnten wir kontinuierlich Fortschritte machen. Zudem probierten wir einen Motor aus, der über eine etwas sanftere Leistungsabgabe verfügte, was mir sehr gefiel."

Dieses Triebwerk wird schnellstmöglich sein Renndebüt geben - "aber erst in zwei, drei Rennen", wie Rossi hinzufügt. "Sobald es der Rotationsplan erlaubt." Bis dahin will sich Ducati in anderen Bereichen steigern. "Am wichtigsten ist: Wir können nun deutlich mehr mit der Front arbeiten. Mit dem alten Chassis reagierte das Bike nicht so gut. Die Maschine verhält sich so, wie wir es von ihr erwarten."

Die Konkurrenz habe man damit aber noch lange nicht eingeholt, sagt Rossi. "Auch die anderen Fahrer machten gewisse Fortschritte. Am wenigsten positiv ist mein Abstand nach vorne. Als wir mit den richtigen Reifen für eine schnelle Runde fuhren, war ich aufgrund meiner Schulter schon ein bisschen erschöpft. Ich würde daher sagen: Wir sind noch nicht auf dem Niveau der Spitze."

Hayden sieht noch einige Baustellen

Man sei "ein bisschen näher dran", doch die Lücke nach vorne bleibe erst einmal bestehen. "Wir sind zum Beispiel am Kurveneingang noch nicht bei einhundert Prozent", erläutert Rossi. Teamkollege Hayden stimmt zu: "Das Bike arbeitet nun etwas besser, doch noch liegt ein weiter Weg vor uns. Das ist enttäuschend, aber immerhin waren wir am Montag schon näher dran", meint der US-Amerikaner.

"Das Untersteuern haben wir meiner Meinung nach noch nicht in den Griff gekriegt. Wir konnten uns aber verbessern, denn ich war konstant schneller als in der Qualifikation. Alle anderen schienen sich aber ebenfalls gesteigert zu haben. Nach der Mittagspause erhielt ich das neue Chassis und hatte sofort ein besseres Gefühl auf den Bodenwellen. Wir nahmen nicht viele Veränderungen daran vor."

"Im Prinzip gingen wir einfach hinaus und sammelten einige Eindrücke", beschreibt Hayden den Testablauf. "Die Stabilität auf der Bremse war damit trotzdem gegeben. Das ist vermutlich die große Stärke unseres Motorrads. Der neue Motor machte das Bike insgesamt etwas sanfter. Das mochte ich", meint Hayden. "Die Neuerungen am Motor hielten sich allerdings in überschaubaren Grenzen."

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