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Casey Stoner und das Honda-Team wähnen sich weiter auf einem guten Weg © Honda

Andrea Dovizioso, Dani Pedrosa und Casey Stoner machten weitere Fortschritte an ihrem Honda-Bike und verzeichnen nun etwas weniger Chattering

Das Honda-Trio Andrea Dovizioso, Dani Pedrosa und Casey Stoner widmete sich beim Estoril-Test der MotoGP einigen neuen Entwicklungen und konnte das Motorrad sukzessive verbessern. Sowohl Pedrosa als auch Stoner konnten aber nicht alles aus sich und ihren Bikes herausholen, denn beide Honda-Piloten hatten mit Schmerzen zu kämpfen. Bei Stoner stellte sich allerdings Besserung ein.

"Anfangs tat mein Rücken noch weh und es war schwierig, zu fahren - vor allem am frühen Morgen", berichtet der Australier, der nach 49 Runden und in 1:36.602 Minuten auf Tagesrang drei abgewinkt wurde. "Im Verlauf der Probefahrten fiel es mir leichter. Das Fahren machte die Schmerzen zum Glück nicht schlimmer. Hoffentlich setzt sich dieser Trend fort", gibt Honda-Fahrer Stoner zu Protokoll.

Der ehemalige Ducati-Pilot beschäftigte sich in Portugal hauptsächlich mit neuem Öhlins-Material und einer neuen Kupplung. "Wir hatten aber nicht sonderlich viel, was wir testen konnten. Es gab nicht viele neue Teile", sagt Stoner. "Wir probierten ein neues Kupplungssystem aus, was prima war. Unterm Strich stellte es aber keine Verbesserung zu unserer bisherigen Ausrüstung dar."

"Wir bleiben daher bei unserem bewährten Equipment. Wir testeten zudem eine neue Gabel und auch da lief alles perfekt. Beim letzten Mal hatten wir noch etwas Chattering damit, doch das scheinen wir jetzt im Griff zu haben", meint der 25-Jährige. "Das ist eine große Verbesserung, denn wir sind nun besser auf den Bodenwellen und auf der Bremse. Gleiches gilt auch für langgezogene Kurven."

Dovizioso erkennt eine Verbesserung

"Hoffentlich können wir die neue Gabel auch in Zukunft einsetzen", hält Stoner fest und merkt an, dass Estoril nicht unbedingt ein Gradmesser sein muss: "Die Strecke ist recht unkonstant und eigentlich kann man sich hier nur um eine gewisse Balance kümmern. Wir müssen schon bis Le Mans warten, um zu sehen, ob dieser Test positive Ergebnisse mit sich brachte." Dovizioso ist schon jetzt zufrieden.

Der Italiener war nach 63 Runden und in 1:37.460 Minuten auf Rang acht über die Linie gekommen. "Wir testeten eine neue Kupplung, die uns ein positives Feedback vermittelte. Das Bike sprang weniger auf und ab. Wir probierten zwei unterschiedliche Einstellungen aus, wodurch ich auf der Bremse ein besseres Gefühl hatte. Die Stabilität ist besser und daher können wir stärker bremsen."

"Insgesamt fühlte ich mich deutlich wohler als im Rennen", fasst Dovizioso zusammen. "Es war ein positiver Test und ich freue mich nun sehr auf die kommenden Läufe. Die Lücke zu den Spitzenreitern ist zwar groß, doch mit den neuen Bridgestone-Reifen gelang mir keine Verbesserung. Damit hatte ich Chattering am Vorderrad. Auf normalen Reifen lagen wir vier bis fünf Zehntel hinter der Spitze."

Pedrosa nur mit gebremstem Schaum

"In Le Mans sollten wir richtig konkurrenzfähig sein", vermutet der Honda-Fahrer. "Wir sind ziemlich nahe am Optimum dran, können uns aber noch immer steigern. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gelang uns ein großer Schritt." Nur kurz im Einsatz war indes Pedrosa, der aufgrund seiner jüngsten Operation und dem anstrengenden Rennen lediglich 17 Mal um den Kurs von Estoril fuhr.

In 1:37.679 Minuten klassierte sich der Spanier auf Rang zehn der Testrangliste. "Dank der Tabletten zur Muskelentspannung war meine Schulter schon besser als am Sonntagabend. Ich verspüre jedoch noch immer einige Schmerzen. Ich legte einige Runden mit meinem Rennbike zurück, erkannte aber fast sofort, dass ich nicht das komplette Programm abspulen könnte", berichtet der Estoril-Sieger.

"Schade, dass ich keinen Profit aus diesen Probefahrten schlagen konnte, denn wir wollten auch die neue Gabel und die hintere Federung ausprobieren, um mehr Traktion zu erhalten. Das war mir nicht möglich. Jetzt geht es darum, vor Le Mans möglichst viel auszuruhen", kündigt der langjährige Honda-Fahrer an. "Ich möchte schließlich in guter Verfassung und nicht verspannt in Le Mans ankommen."

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