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Bridgestone hat neue asymmetrische Reifen für Le Mans gebacken © Bridgestone Motorsport

In Le Mans kommen erstmals die neuen asymmetrischen Reifen von Bridgestone zum Einsatz, die über weichere Flanken verfügen

Zum ersten Mal in dieser Saison kommen in Le Mans am kommenden Wochenende die weicheren asymmetrischen Hinterreifen zum Einsatz. Ursprünglich wollte Bridgestone diese Spezifikation für Motegi liefern, doch durch die Verschiebung des Japan-Rennens fahren die Asse der Königsklasse nun in Frankreich zum ersten Mal mit diesen Reifen. In der rechten Flanke des Hinterreifens befindet sich die weiche Mischung, in der linken Schulter der extraweiche Gummi.

Le Mans hat im Vergleich zu anderen Kursen eine eigene Charakteristik. Es gibt neun Rechts- und nur fünf Linkskurven. Dazu gibt es viele harte Bremszonen, mit anschließenden Beschleunigungsstücken. Der Kurs ist nicht sehr flüssig zu fahren. Aufgrund der harten Bremsmanöver wird die Mitte der Vorderreifen stark belastet. Anschließend werden die Motorräder umgelegt und die Fahrer beschleunigen früh und abrupt. Das belastet natürlich die Reifen. Mit den unterschiedlichen Mischungen sollen sich die Pneus gut aufwärmen und über die Runde auch auf Temperatur bleiben.

Der Belag in Le Mans bietet nicht viel Grip. Dazu herrschen zu dieser Jahreszeit in Frankreich gewöhnlich kühle bis milde Temperaturen. Bridgestone hat sich deshalb für die weichen und mittleren Vorder- und Hinterreifen entschieden. Das Wetter hat sich in Le Mans in der Vergangenheit ebenfalls launisch gezeigt. Sollte es regnen, stehen den Fahrern weiche Regenreifen zur Verfügung. Diese Spezifikation war bisher bei allen Rennen in dieser Saison vor Ort, so auch beim nassen Jerez-Rennen.

Hirohide Hamashima ist Direktor der Entwicklungsabteilung und erklärt: "Le Mans ist ein rutschiger und glatter Kurs. Die Temperaturen sind so früh im Jahr recht niedrig, also sind weiche Mischungen erforderlich, um den nötigen Grip zu bieten. Deshalb verwenden wir unsere neuen asymmetrischen Reifen in Frankreich. Wir haben die extraweiche Mischung Ende letzten Jahres entwickelt und in Portugal und Valencia eingesetzt."

"Über den Winter haben wir diese Mischung in einen weicheren asymmetrischen Reifen eingebaut, der komplett neu ist. Er wurde entwickelt, um sich bei kühlen Bedingungen schneller aufzuwärmen. Sie sollen dem Fahrer auf den ersten Metern mehr Gefühl geben. Die Querbeschleunigung auf die Reifen ist in Le Mans recht niedrig, aber die Stabilität beim Bremsen ist entscheidend. Das Layout der Strecke beansprucht die rechte Reifenschulter stärker, weshalb wir uns für die asymmetrischen Hinterreifen entschieden haben."

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