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Bridgestone hat die Daten aus dem Vorjahr sorgfältig analysiert © Yamaha

Bridgestone hat auf die Fahrer gehört und weichere Reifenmischungen nach Barcelona gebracht - Zwei verschiedene asymmetrische Hinterreifen stehen zur Auswahl

Das Streckenlayout des Circuit de Catalunya stellt die Bridgestone-Reifen vor eine spezielle Herausforderung. Der Kurs besteht aus acht Rechtskurven, die schnell und lang gezogen sind. Im Gegensatz dazu sind die fünf Linkskurven langsamer und fordern die linke Reifenseite weniger. Bridgestone stellt deshalb wieder asymmetrische Hinterreifen zur Verfügung. Es wird zwei verschiedene Spezifikationen der Slicks geben. Bei beiden besteht die linke Flanke aus der weichen Gummimischung. Rechts kann der Fahrer zwischen der mittleren oder harten Mischung wählen.

Bei den Vorderreifen stehen die Mischungen mittel und hart zur Verfügung. Es handelt sich um die gleichen Reifen, die bereits in Jerez im Einsatz waren. Sollte es regnen, hat sich Bridgestone zum ersten Mal in diesem Jahr für die harte Mischung entschieden. Speziell zwei Passagen des Kurses stellen die Reifen vor eine Herausforderung. Die dritte Kurve ist sehr lang und geht bergauf. Die Fahrer beschleunigen deshalb früh und fahren lange auf der rechten Flanke.

Auch die letzten drei Kurven sind schnelle Ecken. Im Gegensatz zur Formel 1 fährt die MotoGP nicht durch die enge Schikane. Speziell die letzte Kurve ist entscheidend, weil die Piloten früh das Gas aufdrehen, um viel Speed auf die lange Zielgerade mitzunehmen. Das belastet die rechte Reifenflanke stark. "Catalunya ist eine glatte, aber schnelle Strecke, die mehr Temperatur in der rechten Reifenschulter generiert", sagt Hirohide Hamashima von der Entwicklungsabteilung.

"Kurve drei und der letzte Sektor generieren sehr hohe Temperaturen. Deshalb ist die Strecke eine der härtesten des Jahres für unsere Hinterreifen. Es gibt acht Rechtskurven, die lang und schnell sind. Die fünf Linkskurven sind langsamer, weshalb es bei der Reifentemperatur einen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Flanken gibt. Darum haben wir uns für die asymmetrischen Reifen entschieden."

"Wir müssen sorgfältig eine Wahl zwischen den Mischungen treffen, um die Temperaturunterschiede auszugleichen, damit der Fahrer ein konstantes Gefühl über die Runde hat. Wir haben uns die Aussagen der Fahrer aus dem vergangenen Jahr angehört. Der extraharte Gummi war nicht nötig. Wir haben die Daten aus dem Vorjahr analysiert und haben uns für Mischungen entschieden, die einen Schritt weicher sind als 2010."

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