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Das neue "Wunder"-Getriebe von Honda verstärkt die Neigung zu Wheelies © Repsol

Das neue Honda-Getriebe hat nicht nur Vorteile - Aufgrund der kürzeren Schaltvorgänge neigt die RC212V verstärkt zu Wheelies

Casey Stoner ist derzeit der schnellste Mann in der MotoGP. Die Honda RC212V wird derzeit als bestes Motorrad angesehen. Selbst im strömenden Regen in Silverstone hatte der Australier alles unter Kontrolle und siegte souverän. Bei den Wintertestfahrten und den ersten Rennen wurde viel über das neue Honda-Getriebe spekuliert. Die Schaltvorgänge sind kürzer, doch die kurze Zeit zwischen den Gangwechseln bringt nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile mit sich.

"Ich bin 2006 mit einer Honda gefahren und das Getriebe von damals zu jetzt ist abgesehen von den kürzeren Schaltvorgängen gleich", wird Stoner von 'Bikesportnews' zitiert. "Die kurzen Schaltvorgänge beruhigen das Motorrad etwas, aber bei den Wheelies sieht es schlechter aus. Wenn man hoch schaltet geht das Vorderrad in die Luft. Man will vor dem optimalen Zeitpunkt schalten, damit das Vorderrad wieder auf den Boden kommt."

"Aber weil das Motorrad so schnell ist, bleibt die Frontpartie in der Luft, also muss man das Gas zudrehen. Das ist manchmal schwierig. Die elektronische Wheelie-Kontrolle ist für mich genau wie die Traktionskontrolle. Es ist genau so wie die Traktionskontrolle im Auto. Man beschleunigt nicht vorwärts. Es wird besser, aber die Technologie ist noch nicht so fortgeschritten, dass man die komplette Traktion abrufen kann."

"Für mich ist das bei der Wheelie-Kontrolle genauso. Es dauert zu lange, bis das Vorderrad wieder auf dem Boden ist. Die Elektronik unterbricht die Kraftübertragung. Das nimmt dir die komplette Beschleunigung. Wenn wir sie ausschalten haben wir mehr Speed." Stoner nutzt also nicht alle elektronischen Helfer seiner Maschine.

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